Ford RS200 von 1986 teuer verkauft
80er-Jahre-Rallye-Ford mit 350 PS und 20 km

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Ford für Millionäre: Dieser RS200 wurde am 11.11.2023 für viel Geld versteigert. Es ist eine besonders seltene Version mit 20 km auf der Uhr.

Ford RS200 Evolution (1986)
Foto: Iconic Auctioneers

Rekordpreis für einen Ford RS200: Ein Exemplar mit 12 Meilen auf dem Tacho wurde Mitte November 2023 für 486.000 britische Pfund (555.743 Euro) verkauft. Angeboten hatte das Auto das britische Auktionshaus Iconic Auctioneers während einer Versteigerung in Birmingham.

Bei dem verkauften RS200 handelt es sich um einen vier Rechtslenker-Evolution und mutmaßlich den einzigen von Ford gebauten. Von den 144 produzierten RS200 sind 24 Evo-Modelle. Deren größter Unterschied besteht im Motor: Der Turbo-Vierzylinder hat 2,1 statt 1,8 Liter Hubraum, was Änderungen am Chassis notwendig machte. Die Chassisnummer 86 sollte im Europäischen Rallyecross eingesetzt werden. Stattdessen blieb das Auto unbenutzt und bis 2011 beim ursprünglichen Besitzer. Die originale Kaufrechnung ist ebenso vorhanden wie weitere Dokumente, die den Erstbesitz des Autos belegen.

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29.09.2023 – Das britische Auktionshaus Silverstone Auctions hat am Samstag, 26. August 2023, während des Classic Sale at Silverstone einen Ford RS200 mit weniger als 10.000 Kilometern Laufleistung versteigert.

Das angebotene Auto mit der Nummer 112 wurde am 12. August 1986 ausgeliefert und hat seither auf den originalen Pirelli-Reifen 6.180 Meilen (9.888 km) zurückgelegt. Es handelt sich um eines der letzten, 350 PS starken Exemplare. Der letzte größere Service, bei dem unter anderem der Zahnriemen und die Kraftstoffpumpe getauscht wurden, fand 2017 statt.

Teuer als ein 911 Turbo – damals wie heute

Der Schätzpreis lag bei 240.000 bis 280.000 britischen Pfund, umgerechnet etwa 277.000 bis 323.000 Euro. Dazu kommen 12,5 Prozent Gebühr für das Auktionshaus auf die ersten 300.000 Pfund und die Mehrwertsteuer. Der Verkaufspreis lag bei 253.125 Pfund, was rund 294.800 Euro entspricht.

Neu hatte das Auto Mitte der Achtzigerjahre umgerechnet etwa 75.000 Euro gekostet. Ein Porsche 911 Turbo war 1987 günstiger zu haben. Auch heute träfe der Vergleich zu, wenn man einen Turbo S, Jahrgang 2024 heranzieht, der neu 246.848 Euro kostet.

Anders als der RS200, der seine geplante homologationsbedingte Stückzahl im Namen trägt, aber nie erreicht hat, war ein 911 Turbo fast ein Großserienauto. Ford hat laut Auktionstext 147 RS200 verkauft. Gebaut hat das Mittelmotorauto die Motorsportabteilung im britischen Boreham.

Design von Ghia und F1-Ingenieuren

Das Design der Fiberglas-Karosserie zeichnete Filippo Sapino von Ghia. Die Technik darunter entwickelten Formel-1-Ingenieure. Der Motor, ein Vierzylinder-Turbo aus der BDT-Serie, ist mittig längs eingebaut; das Getriebe sitzt vorn, um eine ausgeglichene Achslastverteilung zu erreichen. Der Allradantrieb verteilt die Kraft hecklastig im Verhältnis 37:63 zwischen Vorder- und Hinterachse. Die wichtigsten Konkurrenten in der Gruppe B waren der Audi S1 Quattro, Lancia Delta Integrale und Peugeot 205 T16.

Eine Rallye gewann Ford mit dem RS200 nicht. Das beste Ergebnis blieb bis zum Ende der Gruppe B 1986 ein dritter Platz bei der Rallye Schweden im selben Jahr. Schwere Unfälle, bei denen Zuschauer, Fahrer und Beifahrer zu Tode kamen, hatten zum Entschluss der FIA geführt, die Gruppe B zum Ende der Saison 1986 einzustellen. Der SR200 nahm anschließend bei nationalen Rallyes teil. Stig Blomqvist hielt mit dem Auto einen Beschleunigungsrekord, der 12 Jahre lang galt: Der Schwede hatte 1986 einen RS200 in 3,07 Sekunden von null auf 60 Meilen pro Stunde (96 km/h) beschleunigt.

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Fazit

Ford RS200 kommen sehr selten auf den Markt. Bei dem Exemplar, das Iconic Auctioneers versteigert hat, handelt es sich um ein wenig gefahrenes Exemplar mit 350 PS. Kein Wunder, dass der Verkaufspreis so hoch lag.

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