Vector M12 mit Lamborghini-V12 zu verkaufen
Dieser Vector M12 war in Top Gear zu sehen

Bei Barrett-Jackson wird ein extrem seltener Sportwagen versteigert. Der Vector M12 wurde nur 14 Mal gebaut. Aktuell steht ein ehemaliger Top-Gear-Testwagen zum Verkauf.

Vector M12 (1996)
Foto: Car Cave SRQ

Die Geschichte des amerikanischen Sportwagen-Herstellers Vector liest sich etwas windig und nicht besonders glorreich. Finanzielle Probleme, nicht eingehaltene Versprechen, technische Mängel, aber gleichzeitig auch Filmauftritte und ein mystischer Hauch des Geheimnisvollen umwehen die Kleinserien-Marke. Über den Vector sagte Motorjournalist Jeremy Clarkson, es sei sehr wahrscheinlich das schlechteste Auto der Welt. Dabei bezog er sich auf das Fahrwerk, die Lenkung und die Bremsen.

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Vector M12 (1996)
Car Cave SRQ
Das vermutlich schlechteste Auto der Welt? Fällt bei dieser spektakulären Optik schwer zu glauben.

An den technischen Daten gibt es hingegen, zumindest aus damaliger Sicht, nichts auszusetzen: Den Vortrieb der 5,7-Liter-Maschine mit 499 PS sortiert ein manuelles Fünfgang-Getriebe, in 4,5 Sekunden geht es von null auf hundert und weiter bis 306 km/h. Klingt an und für sich nicht übel, oder?

Mutterkonzern Megatech

An die Performance eines Lamborghini Diablo reicht jene des Vector dennoch nicht heran. Das italienische Original marschiert fixer auf 100 km/h (4,1 Sekunden) und kann eine höhere Vmax (325 km/h) vorweisen. Was dem M12 dagegen keiner nehmen kann, ist sein Seltenheitswert, denn er wurde nur 14 Mal in der Zeit von 1995 bis 1999 gebaut. Weil Vector zu dieser Zeit der indonesischen Mutter-Firma Megatech gehörte, gelangten die Amerikaner übrigens auch an den Lambo-Motor. Denn 1994 hatte Megatech die italienische Traditionsmarke für 40 Millionen Dollar gekauft. Funfact am Rande: Für den Verkauf an Audi im Jahr 1998 erhielt Megatech 110 Millionen Dollar.

Vector M12 (1996)
Car Cave SRQ

Das Interieur bedient Supersportwagen-Klischees: Zustieg durch eine nach oben öffnende Fahrertür, viele Zeigerinstrumente, viel Leder.

Wer auch immer den Zuschlag für den hier angebotenen Vector M12 erhält, der kauft sich nicht nur den vermeintlich schlechtesten Sportwagen der Welt, sondern ein Stück Sportwagen-Geschichte, die jede Menge Anekdoten aus den 1990er-Jahren bereithält. Für den einen oder anderen spektakulären Auftritt dürfte die rote Flunder durchaus gut sein. Besonders teuer ist der Supersportwagen übrigens nicht: Barrett-Jackson hatte ein Exemplar während der Scottsdale-Auktion im März 2021 für 176.000 US-Dollar verkauft.

Top-Gear-Testwagen zu verkaufen

Bis Montag, 22. April 2024, läuft eine Auktion auf bringatrailer.com. Dort bietet der in Florida beheimatete Händler Car Cave SRQ einen roten Vector M12 zum Kauf an. Der vierte von 14 gebauten M12 ist 4.400 Meilen (7.040 km) gelaufen und wurde laut Anbieter in den 1990er-Jahren von Top Gear getestet. Wer das Auto kauft, kann also nachprüfen, ob er zu demselben Schluss kommt wie vor rund 30 Jahren Jeremy Clarkson.

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Fazit

Flügeltüren, Zwölfzylinder, Heckspoiler, flacher Aufbau – der Vector M12 hat auf den ersten Blick alles, was ein waschechtes 90er-Supercar braucht. Noch dazu befindet er sich quasi im Neuwagen-Zustand. Fast spannender als die Leistungsdaten ist aber die Geschichte des Autos und der Marke dahinter.

Aktuell steht exakt jenes Auto zum Verkauf, über das Top Gear-Moderator Jeremy Clarkson in den 1990er-Jahren eines seiner gefürchteten harten Urteile gefällt hat.