Nach GTX kommt R
VW R ab 2030 elektrisch – Spurtblitze mit 500 PS

Volkswagen bietet seine sportliche R-Linie sukzessive von 2030 an auch für rein elektrische Modelle an. Nach einem Bericht der britischen Autocar sollen derzeit Conceptcars in der Entwicklung sein.

VW R Logo
Foto: VW

"Wir prüfen derzeit verschiedene Konzepte und Möglichkeiten, werden aber nur R-Modelle anbieten, die unseren Anforderungen auch entsprechen. Eines ist sicher: Die Zukunft von R ist elektrisch", so R-Chef Reinhold Ivenz. Die R-Modelle werden ab 2030 sukzessive auf den Markt kommen – dabei hatte Entwicklungsvorstand Thomas Ulbricht bereits im vergangenen Jahr einen ID.4 R in Aussicht gestellt.

ID.7 und ID.8 R möglich

Aber auf dem existierenden MEB (Modularer Elektrobaukasten), auf dem ID.3 oder ID.4 der ersten Generation aufbauen, gibt es keine R-Modelle. Gegenüber der britischen Auto Express sagte Ivenz: "Wir haben mehrere Konzepte in der MEB-Welt diskutiert und sind uns derzeit nicht sicher, was wir mit der Batterie tun können. Wenn wir ein bestimmtes MEB R-Modell wollen, bräuchte es eine eigene Batterie, die so teuer ist, dass wir ein solches Auto derzeit nicht planen." Aktuell liefern die ID. GTX-Modelle 299 PS. Das erscheint dem R-Boss zu wenig. "Die Elektroplattform der nächsten Generation hat viel mehr PS", sagt Ivenz. "Der MEB ist nicht so stark, aber wir denken nicht in Pferdestärken, wir denken in Beschleunigung." Als Beispiel nannte er eine Beschleunigung von 4,0 Sekunden von null auf 100 km/h, die dann in Leistung übersetzt werde. Für eine entsprechende Beschleunigung müssten die elektrischen R-Modelle rund 500 PS aufweisen.

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Als potenziellen R-Kandidaten sieht Ivenz indes nicht den nächsten ID.3, auch wenn es mit dem Golf R ein durchaus erfolgreiches Modell gibt. Stattdessen bevorzugt er den ID.4, da er das bessere, weil allradgetriebene Konzept habe. Auch ID.5 und ID.6 wären denkbar. Voraussetzung sei jedoch die neue Elektro-Plattform. Volkswagen führt ab 2026 die SSP (Scalable Systems Platform) ein, in der viele VW-Plattformen inklusive des MEB aufgehen. Trotzdem müssen wir nicht bis 2026 warten, bis wir das erste elektrische R-Mobil sehen. Ein R-Showcar gibt schon früher einen Vorgeschmack auf die Zukunft: "2024 werden wir ein Konzeptauto zeigen, das eine Vorschau darauf ist, was wir mit elektrischen R-Modellen machen werden", erklärt Ivenz abschließend.

Die rein elektrischen Modelle der R-Submarke werden sich künftig technisch bei High-End-Prototypen wie dem ID. R bedienen. Außerdem will VW sich auf schnelleres und komfortableres Laden fokussieren – jenseits der aktuellen 150-kW-Ladeleistung. Des Weiteren erhalten Kundinnen und Kunden "exklusive Ladeoptionen" und subventionierte Preise.

Aktuell markieren die GTX-Versionen bei den rein elektrischen ID-Modellen die Top-Ausstattung. ID.4 GTX und ID.5 GTX sind bereits am Start, 2023 folgt der ID.3 in der GTX-Ausführung.

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Fazit

VW macht seine sportliche R-Linie fit für das Elektrozeitalter. Ab 2030 tragen E-Autos der Wolfsburger das Kürzel im Namen und markieren damit das Top-Modell. Das kommt dann mit mehr Leistung, kürzerer Ladezeit und einigen Extras an den Start. Ein erstes Showcar gibt es bereits 2024, die R-Serienmodelle basieren jedoch erst auf dem ab 2026 verfügbaren SSP-Baukasten.

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Erscheinungsdatum 11.04.2024

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