Tesla Gigafactory Berlin
Grünheide findet kaum noch Mitarbeiter

Angesichts der großen Nachfrage nach Elektroautos sollte Tesla den Output seiner Gigafactory Grünheide eigentlich erhöhen. Aber die Amerikaner finden für den Standort wohl kaum noch Mitarbeiter

Tesla Gigafactory Berlin Delivery Day 2022
Foto: Tesla

Für Tesla wird es in der Region Berlin/Brandenburg wohl immer schwieriger, neue Mitarbeiter für die Gigafactory Grünheide zu finden. Das sagte die Arbeitsagentur Frankfurt/Oder der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit arbeiten am Standort rund 10.000 Menschen. Für die ursprünglich geplante erste Produktionsphase von 500.000 Autos im Jahr 2023 sollten es bereits 12.000 sein.

Tesla sucht derzeit vor allem Maschinen- und Anlagenführer, Elektriker, Instandhalter, Meister und Schichtleiter. Vermittelt hat das ansässige Team von Arbeitsagenturen nach eigenen Angaben bereits 1.400 Mitarbeiter – etwa die Hälfte von ihnen seien vorher langzeitarbeitslos gewesen. Es mehren sich seit Monaten Berichte darüber, dass Tesla viele Angestellte wegen mieser Arbeitsbedingungen nicht halten kann.

Der große E-Ratgeber

Derzeit beträgt die Wartezeit auf ein neues Tesla Model Y etwa zwei bis sechs Monate. Um die große Nachfrage nach Tesla-Modellen aus Europa zu befriedigen, müssten die Produktionskapazitäten im Werk Grünheide deutlich erhöht werden. Das sagte zumindest Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach auf einem Treffen mit der örtlichen IG Metall, bei dem auch andere Politiker anwesend waren. Doch schon jetzt sei das Unternehmen der größte industrielle Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb im Land Brandenburg.

Nicht alle Model Y aus Deutschland

In der Gigafactory Berlin/Brandenburg wurden bisher ausschließlich Tesla-Modelle vom Typ Model Y gebaut. Die Produktion wird seit der Werksöffnung kontinuierlich, aber langsam hochgefahren. Momentan verlassen rund 5.000 Autos das Werk am Berliner Stadtrand. Das Model Y war kurzzeitig (September 2022) das meistverkaufte Auto in Deutschland. Und es ist nicht nur hierzulande beliebt.

Allerdings stammen längst nicht alle hier in Europa ausgelieferten Model Y aus deutscher Produktion. Viele Autos wurden 2022 noch aus China importiert (Giga Shanghai). Das betrifft auch die anderen Modelle aus dem Sortiment. Schon jetzt schafft Tesla viel Platz für eine Werkserweiterung in Grünheide. Gerade erst hatten die Amerikaner die Preise für ihre Modelle gesenkt. In Deutschland kostet das günstigste Model Y im Moment 44.890 Euro.

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Fazit

Angesichts des wachsenden Bedarfs an Elektroautos muss Tesla die Produktionskapazitäten im Werk Grünheide deutlich erhöhen. Das fordert zumindest Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach. Doch Tesla hat immer mehr Schwierigkeiten, ausreichend Personal und Fachkräfte zu finden. Das sagte die Arbeitsagentur Frankfurt/Oder der Deutschen Presse-Agentur.