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Heizfolie für E-Autos: Warme Luft mit wenig Strom

IAV und Louisenthal entwickeln Heizfolie
Mehr Reichweite für Elektroautos im Winter

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Die Unternehmen IAV und Louisenthal haben eine Heizfolie für den Innenraum von Autos entwickelt. Damit lassen sich Elektroautos heizen, ohne dass die Reichweite zu sehr schrumpft.

12/2020, DS3 Crossback Ladesaeule
Foto: Bernd Conrad

Fahrer und Elektroautos kennen das Problem. Wird im Winter die Heizung des Fahrzeugs benutzt, um den Innenraum zu wärmen und auch um freie Sicht durch die Scheiben zu erhalten, sinkt die Reichweite rapide. Die Energie, die für die Heizleistung benötigt wird, saugt die Batterie zusätzlich zum Antrieb leer.

Der Ingenieursdienstleister IAV hat in Zusammenarbeit mit dem auf Folien und Banknoten spezialisierten Unternehmen Louisenthal eine Lösung gefunden, die hier für Besserung sorgen soll.

Unsere Highlights

Transparente Folie für den Innenraum

Eine dünne Folie, Smart-Mesh genannt, soll in den Türverkleidungen, der Mittelkonsole und im Dachhimmel eines Autos ausgelegt werden. Mit elektrischer Energie, wie sie beim Fahrzeugstart über die Betriebsspannung frei wird, erhitzt sich die Folie und strahlt Wärme ab. Damit soll sie die Heizung entlasten und laut den Entwicklern die Reichweite "um bis zu sechs Prozent" erhöhen.

Die Heizfolie ist transparent und könnte damit unsichtbar mit anderen Elementen des Fahrzeuginnenraums kombiniert werden, darunter berührungsempfindlichen Bedienelementen oder Ambientebeleuchtung. Ob und wann die Heizfolie in ersten Automodellen eingesetzt wird, ist aktuell noch nicht bekannt.

Fazit

Eine Heizfolie soll helfen, den Innenraum eines Autos zu erwärmen. Das kann beim Elektroauto für mehr Reichweite sorgen, da weniger Energie für die Heizung aufgewendet werden muss. Zudem bieten sich weitere Einsatzzwecke an, darunter die Erwärmung von Lkw-Aufliegern zur Vermeidung von Eisplatten, die unterwegs herunterfallen.