BMW 750i im Test
Wenn 2.077 Kilogramm erzittern

Der Test des BMW 750i offenbart einen sahnigen Achtzylinder, viel Dynamik und Luxus obendrein, aber etwas weniger Komfort.

BMW 750i, Frontansicht
Foto: Beate Jeske

Die 2.077 Kilogramm erzittern kurz, dann ist der auf 450 PS erstarkte Biturbo-V8 des BMW 750i aus der Stopp-Lethargie der roten Ampel erwacht. Mit höchster Diskretion fließen die acht Fahrstufen der Automatik ineinander – ab 2.000 Umdrehungen türmt sich das Drehmomentplateau auf wie das bayerische Alpenpanorama.

An Leistung und Vortrieb herrscht im BMW 750i absolut kein Mangel, obwohl der prächtige Achtzylinder bei 33 Grad Celsius Außentemperatur die Werksangabe für den Standardsprint verfehlt.

Unsere Highlights

BMW 750i reißt große Autobahn-Distanzen ab

Echte Verfehlungen leistet sich der BMW 750i höchstens bei kurzen Unebenheiten, wo selbst die Stufe Comfort Plus kein sensibles Ansprechverhalten garantieren kann. Viel lieber gibt der BMW 7er den Dynamiker, kaschiert durch seine überzeugende Agilität sein hohes Gewicht. Rundum abgesichert und aufgewertet reißt er seelenruhig große Autobahn-Distanzen ab, aber auch große Löcher ins Budget.

Vor- und Nachteile
BMW 750i
Laufruhiger, elastischer und kräftiger Achtzylinder
exzellentes Achtstufengetriebe
ausgeprägte Agilität
sehr gute Sitze
hochwertige Verarbeitung
prima Bedienbarkeit
für die Fahrzeugklasse gute Übersichtlichkeit
Hohe Kosten
eingeschränkter Abrollkomfort
fragwürdige Sportmodi
Technische Daten
BMW 750i
Grundpreis97.300 €
Außenmaße5079 x 1902 x 1476 mm
Kofferraumvolumen500 l
Hubraum / Motor4395 cm³ / 8-Zylinder
Leistung330 kW / 450 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
0-100 km/h5,1 s
Verbrauch8,6 l/100 km