Kia ProCeed 1.5 T-GDI GT Line im Test
Was kann das Facelift?

Wie bekommt dem kompakten Shooting Brake aus Südkorea die Modellpflege? Test.

Kia ProCeed
Foto: Achim Hartmann

Neben dem klassischen Kombi Sportswagon gönnt Kia seiner Kompaktbaureihe Ceed noch einen Shooting Brake namens ProCeed, den die Koreaner als dynamisch-elegantes Topmodell der Baureihe verstanden wissen wollen – 1,42 Meter flach und mindestens 160 PS stark. Drei Jahre nach dem Marktstart bekommt er nun eine sanfte Auffrischung verpasst.

Dezente Anpassungen

Wer genau hinsieht, erkennt das 2022er-Modelljahr an den größeren Lufteinlässen und dem neuen Kühlergrill mit Chromelementen, zudem sind Nebel- und Tagfahrlicht nun in die serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfer integriert. Im Interieur halten sich die sichtbaren Änderungen in Grenzen, doch die Kunden können sich über eine erweiterte Serienausstattung freuen: Navigation und Soundsystem sind nun serienmäßig, zudem erweitert Kia das Assistenzarsenal etwa um einen aktiven Totwinkelassistenten, Ausstiegs-, Müdigkeits- und Querverkehrswarner sowie um den Autobahnassistenten.

Unsere Highlights
Kia ProCeed
Achim Hartmann
2022er-Interieur mit größerem Touchscreen, aber vertrautem Bedienkonzept. Navigation und Soundsystem sind nun serienmäßig.

Unveränderte Motorenpalette

Das Motorenangebot bleibt dagegen unverändert: Zur Wahl stehen der 1.5 T-GDI mit 160 PS ab 33.690 Euro und der 204 PS starke 1.6 T-GDI (37.290 Euro), beide stets in Verbindung mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und beide nur in je einer Ausstattungslinie, was die Konfiguration erfreulich verkürzt.

Kia ProCeed
Achim Hartmann
Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Koreaner in 8,6 s. Maximal sind 210 km/h drin.

Für den Kurztest schickte Kia den 1.5er vorbei, der seit vergangenem Jahr im Programm ist. Der schwächere der beiden Turbobenziner erfreut mit flinkem Antritt und angenehmen Überholreserven; lediglich bei Drehzahlen jenseits von 3.500/min fällt sein Ton etwas kerniger, aber nicht aufdringlich aus. Der Testverbrauch von 7,4 Litern pro 100 Kilometer geht für den 1,4-Tonner in Ordnung; ohne direkten Vergleich mit dem stärkeren 1,6-Liter kommt kaum der Wunsch nach mehr Leistung auf. Dafür gelegentlich der nach früheren Schaltvorgängen, wenn man standardmäßig im Fahrmodus Normal unterwegs ist. Doch dafür gibt es ja die Schaltpaddel am griffigen Lederlenkrad.

Komfortabel ohne Wanken

Die Lenkung selbst ermöglicht präzise Kurswechsel mit angenehmen Stellkräften und fast ohne Antriebseinflüsse. Der Fahrkomfort erscheint trotz optionaler 18-Zöller ausgewogen; der ProCeed bietet hier einen angenehmen Gegenpol zur SUV- und Crossover-Mode: Er wankt nicht und federt trotzdem, wenngleich manche Fuge nicht nur akustisch durchdringt. Doch der Gesamteindruck ist stimmig.

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Fazit

Da passt schon die Basis: Der ProCeed bekommt kein verzwungenes Facelift, sondern ein dezentes Update an den richtigen Stellen – noch dazu ganz ohne Preisschock.

Technische Daten
Kia ProCeed 1.5 T-GDI GT-Line
Grundpreis33.990 €
Außenmaße4605 x 1800 x 1422 mm
Kofferraumvolumen594 bis 1545 l
Hubraum / Motor1482 cm³ / 4-Zylinder
Leistung118 kW / 160 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit210 km/h
0-100 km/h8,6 s
Verbrauch5,8 l/100 km
Testverbrauch7,4 l/100 km