KTM X-Bow R im Kurz-Test
Karbonflitzer mit 300 PS

Die Österreichische Sportwagenmanufaktur KTM hat den Kohlefaserrenner X-Bow weiter nachgeschärft. Im Heck schlägt nun der 300 PS starke Motor aus dem VW Golf R.

KTM X-Bow
Foto: Achim Hartmann

Die Gesetze der Modellpflege gelten auch für die scheinbar Gesetzlosen: KTM erweitert das X-Bow-Angebot um eine neue Variante – eine stärkere natürlich. Das VW Golf R-Triebwerk
leistet 300 PS, immerhin muss es 880 Kilogramm bewegen.

Zum Test schickten die Österreicher einen Prototyp, dessen Getriebeübersetzung nur einen Schaltvorgang beim Standardsprint erfordert. Das Resultat: In 3,8 Sekunden schleudert der aufgeladene Vierzylinder den aus Carbon gebackenen KTM X-Bow R-Zweisitzer von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit bestimmt der Fahrer: ohne Helm Stadttempo, mit Helm jenseits von 240 km/h.

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Grenzbereich liegt hoch

Während schnelles Geradeausfahren kaum Übung erfordert, müssen sich Kurven, Fahrer und der jeglicher Errungenschaften der automobilen Zivilisation beraubte Straßenrennwagen aufeinander einspielen. Das Tempo steigt von Runde zu Runde, der KTM X-Bow R krallt sich im Asphalt fest. Aber da nach „fest“ bekanntlich „ab“ kommt, kündigt sich der Grenzbereich meist gleich durch einen Dreher an – da hilft selbst die ausgezeichnete Sitzposition nicht, um den Hecktriebler einzufangen. Und damit treten die Gesetze der Physik auf den Plan.

Technische Daten
KTM X-Bow R
Grundpreis69.967 €
Außenmaße3738 x 1900 x 1205 mm
Hubraum / Motor1984 cm³ / 4-Zylinder
Leistung221 kW / 300 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit240 km/h
Verbrauch7,8 l/100 km