Skoda Superb Combi 2.0 TSI 4x4
Allrad-Kombi mit 280 PS im Test

Vor dem Modellwechsel kommt der Combi noch mal zum Test – als Topversion 2.0 TSI.

Skoda Superb Combi 2.0 TSI 4x4
Foto: Rossen Gargolov

Der Superb – es mag an der engen Verwandtschaft mit dem Passat liegen – ist bei deutschen Käufern als Combi (bei Skoda immer mit "C") eine stabile Größe. Selbst seitdem Skoda hier 2016 mit dem Kodiaq einen ähnlich großen SUV ins Programm genommen hat. Mehr noch: Im Gegensatz zu vielen anderen Importmarken geben die Tschechen dem konventionell angetriebenen Mittelklasse-Kombi weiterhin eine Zukunft und bringen im Herbst eine neu entwickelte vierte Generation an den Start.

Unsere Highlights

Bevor es so weit ist, steigen wir noch mal in den aktuellen Superb ein. Es ist diesmal ein 2.0 TSI 4x4 mit 280 PS, die stärkste Variante der Baureihe. Und als Sportline ab 57.120 Euro die teuerste. Doch Skoda beteuert ja gern, dass die Kunden der Marke zunehmend bereit seien, mehr Geld auszugeben. Jedenfalls wirkt der Superb auch kurz vor dem Modellwechsel nicht angestaubt, eher auf angenehme Weise gereift und gediegen.

Vertrautes Interieur

Skoda Superb Combi 2.0 TSI 4x4
Rossen Gargolov
Sachlich-übersichtliches Cockpit mit einfacher Bedienung. In der Mittelkonsole findet sich beim Superb noch der große Wählhebel für das Doppelkupplungsgetriebe.

Klar, die gut ablesbaren Instrumente zeigen ihre Infos digital an, aber Entertainment und Klimaautomatik lassen sich noch mit konventionellen Tasten und Drehreglern bedienen. Platz für Passagiere und Gepäck gibt es ohnehin im Überfluss, dazu ist alles dem Preis angemessen sauber und solide verarbeitet. Das Ambiente erscheint zwar nicht übertrieben edel, aber sichtbar wertig, wie etwa bei den gut ausgeformten, langstreckenbequemen Sitzen.

Adaptivdämpfer sind bei Sportline im Preis enthalten, sodass sich der dynamische Anstrich dieser Variante keineswegs nachteilig auf den hohen Fahrkomfort auswirkt – nicht nur im Comfort-Modus. Motor und Getriebe arbeiten in aller Regel sehr routiniert Hand in Hand, nur wenn der Fahrer plötzlich viel Leistung abruft, lässt sich der Doppelkuppler manchmal einen Tick zu viel Zeit, bis der Kraftschluss wiederhergestellt ist.

Geschmeidig und trinkfest

Skoda Superb Combi 2.0 TSI 4x4
Rossen Gargolov
Laufruhiger und drehmomentstarker Vierzylinder mit hohem Verbrauch. 9,7 l/100km sind es im Test.

Drehmoment? Mit bis zu 400 Nm mehr als reichlich vorhanden, ebenso Traktion. Entspannte Voraussetzungen gerade für die lange Reise, selbst wenn die hohe Zuladung (619 kg) und Anhängelast (2,2 Tonnen) voll gefordert sind. Allerdings vergisst der schubstarke Turbobenziner bereits ohne derartige Belastung an der Tankstelle seine guten Manieren, verbraucht im Testdurchschnitt 9,7 l/ 100 km – selbst in dieser Gewichts- und Leistungsklasse zu viel.

Und liefert so zumindest einen Grund, auf den Nachfolger zu warten. Dort kombiniert Skoda den TSI mit einem 48-Volt-Mildhybridsystem.

Umfrage
Welchen Skoda bevorzugen Sie?
8357 Mal abgestimmt
Octavia
Superb
Fabia
Scala
Kamiq
Karoq
Kodiaq
Enyaq

Fazit

Zum Ende seiner Laufzeit überzeugt der Superb mit hohem Reifegrad, erfüllt als 2.0 TSI 4x4 alle Anforderungen an einen geräumig-komfortablen Reisekombi – bis auf den hohen Verbrauch.

Technische Daten
Skoda Superb Combi 2.0 TSI 4x4 SportLine
Grundpreis57.120 €
Außenmaße4862 x 1864 x 1511 mm
Kofferraumvolumen660 bis 1950 l
Hubraum / Motor1984 cm³ / 4-Zylinder
Leistung206 kW / 280 PS bei 4950 U/min
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
0-100 km/h5,3 s
Testverbrauch9,7 l/100 km