Subaru Crosstrek im Test
Gemütlichkeit bleibt, aber das Geheule ist weg

Trotz neuem Namen und mild hybridisiertem Boxermotor bleibt sich der Subaru Crosstrek treu. Doch kann der Kompakt-Crossover auch im Test überzeugen?

Subaru Crosstrek
Foto: Hans-Dieter Seufert

Andernorts ist er bereits seit 2016 als Crosstrek bekannt, nun trägt der XV in seiner dritten Generation überall diese Modellbezeichnung. Das erfolgreichste Modell der Marke in Europa bleibt seinem Konzept als kompakter Crossover treu und wandelt sich nicht zum SUV.

Dass es der höhergelegte Verwandte des Impreza bevorzugt gemütlich angehen lässt, erschließt sich bereits beim Sprint von 0 auf 100 km/h, für den sich der allradgetriebene Subaru Crosstrek fast elf Sekunden Zeit lässt.

Unsere Highlights

Stolze 8,2 Liter benötigt der Crossover auf 100 km in unserem Testverbrauch.

Geheule bleibt aus

Wenig Grund zur Klage gibt das stufenlose Automatikgetriebe, das nun schneller auf Gasbefehle reagiert und nicht mit dem früher typischen aufdringlichen CVT-Geheul nervt. Ein markentypischer Saugmotor leistet bei 5.600 Touren 136 PS und wird von einem 12 kW starken Elektromotor unterstützt. Im Verbund entwickeln diese 194 Nm maximales Drehmoment. Während der Fahrt grummelt der Zweiliter-Boxer mit tiefer Stimme, die nur verstummt, wenn sich der Benziner unter wenig Last abschaltet und der Crosstrek in den Segelbetrieb gleitet. Das Zusammenspiel zwischen Benziner und Elektromotor funktioniert dabei einwandfrei. Ohne gröberes Ruckeln wechselt der Subaru Crosstrek vom Segeln in den Normalbetrieb und umgekehrt. Im Ortsgebiet kann der Kompakte für kurze Zeit rein elektrisch fahren. Das wirkt sich aber nicht maßgeblich auf den Testverbrauch aus, der sich bei stolzen 8,2 l/100 km einpendelt.

Ruhige Gangart bevorzugt

Gemächlichkeit bevorzugt der Subaru auch in Kurven, in denen sich der Crossover bei höherem Tempo spürbar zur Seite neigt. Seine Lenkung gefällt wiederum mit einem guten Mix aus Leicht- und Schwergängigkeit, belässt es aber bei wenig Präzision und Feedback. Passend zum Fahrwerk sind Federn und Dämpfer des Subaru Crosstrek auf Komfort getrimmt und ermuntern eher zur gemütlichen Art der Fortbewegung.

Assistenten nicht blind vertrauen

Das kamerabasierte Assistenzsystem überwacht die Augen des Fahrers – beim Abschweifen dieser von der Fahrbahn folgt ein Warnsignal.

Nachgebessert hat Subaru bei den kamerabasierten Assistenzsystemen, die in allen Ausstattungen serienmäßig an Bord sind. Den Blick über die Landschaft schweifen zu lassen, quittiert das Fahrer-Erkennungssystem mit einem Warnton und Warnleuchten. Dieses Assistenzsystem beobachtet die Augen des Fahrers und ermahnt ihn, nach vorn zu schauen. Wie bei vielen anderen Herstellern ist auch hier die Verkehrszeichenerkennung noch nicht vollständig ausgereift und schreckt nicht davor zurück, im Ortsgebiet hin und wieder Tempo 100 vorzuschlagen.

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Fazit

Der neue Crosstrek gefällt mit komfortabler Abstimmung sowie verständlicher Bedienung. Sein grummeliger Boxermotor ist akustisch meist recht präsent und nur wenig sparsam.

Technische Daten
Subaru Crosstrek 2.0 ie Platinum
Grundpreis40.390 €
Außenmaße4495 x 1800 x 1600 mm
Kofferraumvolumen315 bis 1314 l
Hubraum / Motor1995 cm³ / 4-Zylinder
Leistung110 kW / 150 PS bei 5600 U/min
Höchstgeschwindigkeit198 km/h
0-100 km/h10,7 s
Verbrauch6,5 l/100 km
Testverbrauch8,2 l/100 km