Renntech RIIIx auf Basis AMG GT 63 S E Performance
1.213 PS, familientauglich verpackt

US-Tuner Renntech ist bekannt für besonders heftige Mercedes-Umbauten. Doch der RIIIx auf Basis des Mercedes-AMG GT 63 S E Performance ist selbst für die Truppe aus Florida ungewöhnlich stark.

Sie fragen, wo eigentlich Spielraum für Tuning bleibt, wenn das Basisauto bereits 843 PS leistet? Renntech antwortet: Überall – wenn man es richtig und umfassend macht. Also heben die Amerikaner den eingangs erwähnten Wert des Mercedes-AMG GT 63 S E Performance mit ihrem RIIIx-Paket auf 1.213 PS. Und erschaffen damit ihr bisher stärkstes straßenzugelassenes Modell – was durchaus bemerkenswert ist angesichts der an leistungsstarken Autos wahrlich nicht armen Historie des Unternehmens.

Unsere Highlights

Während der Elektro-Part des Hybridantriebs unangetastet bleibt, reizt Renntech die Reserven des Verbrenners aus. Der Vierliter-Biturbo-V8 mit der Kennung M177 erhält unter anderem Lader mit neuem Innenleben, andere Blow-Off-Ventile, ein Upgrade für das Kraftstoffsystem samt dessen Management, neue Luftfilter, einen aufgerüsteten Ladeluftkühler und größere Airboxen aus Kohlefaser. Zudem programmiert die Truppe aus Stuart im Bundesstaat Florida so ziemlich jedes Steuergerät im Mercedes-AMG GT 63 S E Performance um. Natürlich bekommt auch die Motorelektronik ein neues Modul spendiert, bei dem die Originaldatei übrigens erhalten bleibt.

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Komplett neuer Abgasstrang

Auf der Auslassseite des Motors finden ähnlich viele Änderungen statt. Jedes Teil im Abgasstrang ist neu – seien es die Downpipes aus Edelstahl, die 200-Zellen-Sportkatalysatoren, die ebenfalls aus Edelstahl gefertigten Sportschalldämpfer oder die Klappensteuerung, die sich vom Cockpit aus kommandieren lässt. So ist es möglich, die Klappen kontinuierlich geöffnet zu lassen, selbst wenn Geschwindigkeit, Drehzahl oder Fahrmodus eigentlich dagegensprechen.

Sie fragen, was das alles für die Fahrleistungen bedeutet? Renntech antwortet: So einiges – wenn man voll durchlädt. Von null auf 60 mph (96,6 km/h) soll der RIIIx in 2,44 Sekunden beschleunigen. Zum Vergleich: Mercedes-AMG gibt für den GT 63 S E Performance im Serienzustand einen Wert von 2,9 Sekunden an. Die Viertelmeile soll die Tuning-Version in 9,9 Sekunden aufschnupfen, wobei laut Renntech am Zielstrich ein Tempo von knapp 224 km/h anliegt.

Neue Felgen, neue Bremsen, neue Aero

Vernünftigerweise spendiert Renntech eine neue Bremsanlage mit optimierten Sätteln und Scheiben an beiden Achsen. Diese arbeitet hinter 21-Zoll-Schmiederädern aus der Renntech-Performance-Series, die beim Fotofahrzeug mit passenden Reifen des Typs Michael Pilot Sport 4S bezogen sind. Renntech bietet die Felgen in 48 verschiedenen Finishes an – mit Lackierung oder ohne, glänzend, satiniert, matt oder strukturiert, mit polierter oder gebürsteter Oberfläche.

Jeder Renntech RIIIx erhält das A1-Aerodynamik-Paket, das zahlreiche Carbon-Komponenten mit teils passenden Schriftzügen beinhaltet. Besonders auffällig ist der geschwungene mehrteilige Frontsplitter, der an den Seiten der Schürze scharf nach oben abbiegt. Darüber sitzt ein weiteres Luftleitelement vor dem vorderen Radkasten. Die zweiteiligen Seitenschweller führen die Optik nach hinten, wo ein neuer feststehender Heckflügel und ein mächtiger dreiteiliger Diffusor die Blicke auf sich ziehen. Hinzu kommen ein optionales RIIIx-Grafikpaket samt Heckdeckel-Emblem für die Karosserie sowie eine nummerierte Plakette an Armaturenbrett und ein Pendant am Motor.

Mit Autogramm des Chefs

Letzteres trägt zudem das Signet des Renntech-Gründers Hartmut Feyhl, der als Motorenentwickler bei AMG arbeitete, bevor er sich an die sonnige Südostküste der USA begab, um dort die schwäbischen Triebwerke und die Autos drumherum zu optimieren. Welchen Preis Feyhl und Co. für einen Renntech RIIIx auf Basis des Mercedes-AMG GT 63 S E Performance verlangen, ist bisher nicht bekannt. Gleiches gilt für die Anzahl der Autos, die von dieser "Limited Edition" produziert werden sollen.

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Fazit

1.213 PS: Uns ist bisher kein Umbau bekannt, bei dem derart viel Leistung aus dem Hybrid-Antriebsstrang des Mercedes-AMG GT 63 S E Performance herausgeholt wird. Renntech behauptet, es geschafft zu haben, wobei lediglich am Verbrenner-Part Hand angelegt wurde. Die Zusatz-Power der E-Maschine dürfte also weiterhin bei 150 kW (204 PS) liegen. Was im Umkehrschluss bedeutet: Der Vierliter-Biturbo-V8 ist nun mit vierstelligem Leistungswert unterwegs – Respekt!