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Ringbrothers: 1.000-PS-Trio und ein Mustang

Ringbrothers auf der SEMA 2022
1.000-PS-Trio und ein Mustang

Alte Autos mit neuer Technik im Retro-Look sind die Spezialität des US-Tuners Ringbrothers. Die SEMA bringt gleich vier spektakuläre Restomod-Projekte. Drei davon mit über 1.000 PS.

Ringbrothers SEMA 2022 Collage
Foto: Ringbrothers / Patrick Lang

Die US-Tuning-Messe SEMA in Las Vegas lockt alljährlich alle namhaften Tuner in das Spielerparadies. Auch die Ringbrothers aus Spring Green in Wisconsin sind regelmäßig zu Gast in Nevada. Die Gastgeschenke für 2022 fallen besonders üppig aus. Gleich mit vier Restomod-Modellen ist der Tuner angereist.

Mustang mit modernem Unterbau

Fangen wir klein an. Unter dem Namen Patriarc schiebt sich ein aufwändig umgebauter 1969er Ford Mustang Mach 1 ins Rampenlicht. Dessen Herzstück ist ein 5,2-Liter-Aluminator-V8 aus dem Ford Performance-Programm. Der Sauger stemmt bei 7.800 Touren 588 PS und 603 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Ein manuelles Tremec-Sechsgang-Getriebe transferiert das Antriebsmoment auf die Hinterachse. Ausreichend Grip sollen extrem haftfreudige Michelin Pilot Sport 4S-Reifen liefern. Die passenden 20-Zoll-Felgen steuert HRE Wheels mit seinen G-Code Edition-Rädern bei. Zum weiteren Technik-Paket zählen ein komplett renoviertes Fahrwerk mit Einzelradaufhängung und neuen Feder-Dämpfer-Einheiten samt satter Tieferlegung sowie eine vergrößerte Sechskolben-Bremsanlage.

Unsere Highlights

Die Karosserie des Patriarc zeigt sich nach der Ringbrothers-Behandlung um zwei Zoll (rund fünf Zentimeter) in Länge und Breite gestreckt. Die Front werten ein großer Spoiler und eine Hutze auf der Haube auf. In die hinteren Radläufe wurden Belüftungskiemen integriert. Nicht fehlen darf ein neuer Diffusor am Heck. Alle Anbauteile werden selbstverständlich aus Carbon geformt. Die neue Karosse wandert zusammen mit einem neuen "Bodenblech" samt Kardantunnel aus Verbundwerkstoff und einem Überrollkäfig auf das Chassis. Aufwertungen für das Interieur liefern digitale Instrumente, eine Volllederausstattung sowie ein Carbon-Lenkrad.

1.000-PS-Farm Truck

Mit dem Enyo Super Truck fährt Ringbrothers deutlich schwerere Geschütze auf. Als Basis dient hier ein 1948er Chevrolet Pick-up, der in rund 10.000 Arbeitsstunden in einen echten Dragster verwandelt wurde. Der übernimmt vom Ur-Modell nur nochi nur noch die gechoppte Kabine und die Ladefläche. Ansonsten dominieren die frei stehenden Räder, der rudimentär erhaltene Kühlergrill samt flankierender LED-Scheinwerfer und der Carbon-Frontspoiler. Darunter steckt Ringbrothers ein modernes Fahrwerk mit Einzelradaufhängung und einen höchst potenten Antrieb. Der 8,3 Liter große V8 stammt aus der Werkstatt von Spezialist Todd Goodwin und schaufelt seine 1.000 PS über eine modifizierte Corvette-Viergang-Automatik an die Hinterräder. Die sitzen an Porsche-911-Radnaben, die mit HRE-Felgen bestückt sind. Dahinter sorgt eine Brembo-Sechskolbenanlage für ausreichend Stopp-Power.

Camaro mit XXL-Power

Mit dem Chevrolet Camaro Strode präsentiert sich ein weiteres Restomod-Modell im 1.000-PS-Club. Ausgangspunkt hier war für Ringbrothers ein 1969er-Modell. Von dem blieb allerdings kaum etwas übrig. Die neu gezeichnete Karosserie (länger, breiter, flacher) ist komplett aus Kohlefaserlaminat gefertigt. Das verlängerte Fahrwerk mit Einzelradaufhängung und neuem Bodenblech ist ebenfalls eine komplette Neukonstruktion. Für Stabilität sorgt ein stählerner Überrollkäfig. Befeuert von einem Kompressor schwingt sich der LS3-V8 zu 1.024 PS auf, die über ein manuelles Sechsgang-Getriebe an die Hinterräder fließen. Das Räderwerk stammt auch hier von HRE Wheels, die Bremsen allerdings von Baer.

Ein Bully mit 1.200-PS-V8

In eine völlig andere Richtung geht der Ringbrothers Bully. Der baut auf einem 1972er Chevrolet K5 Blazer mit Soft-Top auf und macht einen auf Power-Offroader. Hier wirken 1.216 PS aus einem 6,8 Liter großen LS3-V8 mit Kompressoraufladung über eine Viergang-Automatik auf alle vier Räder. Damit die Power auch dort ankommt, wurde ein komplett neues Chassis entwickelt. Eine 44er Dana-Achse vorn und eine 60er Dana-Achse hinten ringen um Grip, während Fox-Dämpfer versuchen, die Räder auf der Fahrbahn zu halten. Eingefangen wird das Power-Paket mit Baer-Sechskolben-Stoppern an allen vier Rädern. Diese finden ihren Platz hinter 18 Zoll großen HRE-Felgen, die mit 325/65er-Reifen bestückt sind.

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Fazit

US-Tuner Ringbrothers fährt auf der SEMA 2022 mit vier spektakulären Restomod-Projekten vor. Drei davon spielen in der 1.000-PS-Klasse mit. Technisch entfernen sich alle vier weit von ihren Basismodellen, bleiben aber unverändert dem Verbrenner-Antriebsprinzip treu.