EU-Neuzulassungen August 2023
Jeder Fünfte kauft ein Elektroauto

Die Pkw-Neuzulassungen in Europa klettern um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr, E-Autos erreichen erstmals einen Neuzulassungsanteil von über 20 Prozent.

Jeder Fünfte kauft ein Elektroauto
Foto: Archiv

Die Entwicklung des europäischen Neuwagenmarkts kennt weiter nur eine Richtung – aufwärts. Im August wurden in der EU 787.626 Pkw neu in den Verkehr gebracht und damit 21 Prozent mehr, als noch vor einem Jahr. Das Wachstum hält damit bereits schon 13 Monate in Folge an. In Gesamteuropa legten die Neuzulassungen im Berichtsmonat um 20,7 Prozent auf 904.509 Einheiten zu. Die Ergebnisse zeigen, dass die Hersteller mittlerweile offensichtlich alle Produktionseinschränkungen aus dem Vorjahr hinter sich lassen konnten.

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Entsprechend positiv stellt sich auch die Jahresbilanz nach acht Monaten dar. Von Januar bis August kamen in den EU-Ländern insgesamt 7.078.464 Pkw und damit über eine Million Einheiten mehr als im Vergleichszeitraum 2022 auf die Straßen. Das Plus liegt bei 17,9 Prozent. Ebenfalls 17,9 Prozent erreicht das Wachstum auf dem gesamteuropäischen Markt. Hier notiert der europäische Automobilherstellerverband ACEA insgesamt 8.516.943 Pkw-Neuzulassungen nach acht Monaten.

Getragen wird der Höhenflug im August von positiven Entwicklungen auf fast allen europäischen Märkten. Für Masse satt sorgen aber die Volumenmärkte. Allen voran der deutsche Markt, der um 37,3 Prozent auf 273.417 Autos zulegt. Frankreich wächst um 24,3 Prozent auf 113.599 Autos, Italien um 11,9 Prozent auf 79.727 neue Pkw sowie Spanien um 7,8 Prozent auf 55.957 Pkw-Neuzulassungen. Reichlich wachsen konnte auch der britische Markt. Hier führen 85.657 Neuzulassungen zu einem Plus von 24,4 Prozent.

E-Autos auf Rekordniveau

Pkw Neuzulassungen EU August 2023 Antriebsarten
ACEA

Bemerkenswert ist im August auch das Abschneiden der reinen Elektroautos in der EU. Die BEV-Modelle legen um 118,1 Prozent auf 165.165 Neuzulassungen zu und erreichen mit 21 Prozent Marktanteil ein neues Rekordlevel. Ein Großteil des Elektrohypes ist dabei dem deutschen Markt zuzuschreiben. Hier sorgte das Auslaufen der Förderung für gewerblich genutzte E-Autos zum Monatsende zu einem wahren Run auf die Stromer. Das dürfte in den folgenden Monaten wieder anders aussehen. Dennoch lassen die E-Autos, von denen im laufenden Jahr bereits fast eine Million auf den Markt kamen, mit diesem Ergebnis zum zweiten Mal in diesem Jahr die Diesel-Neuzulassungen klar hinter sich. Die Selbstzünder verlieren um sechs Prozent auf 98.281 Neuzulassungen und kommen nur noch auf einen Marktanteil von 12,5 Prozent. Die Neuzulassungen der PHEV-Pkw legen um 5,5 Prozent auf 58.557 Autos zu (Marktanteil: 7,4 %). Stark gefragt sind Hybrid-Pkw, die um 29 Prozent auf 188.559 Einheiten sowie einen Marktanteil von 23,9 Prozent wachsen. Die stärkste Fraktion stellen nach wie vor die Benziner. Die legen um 2,1 Prozent auf 257.418 Pkw zu und erreichen damit einen Marktanteil von 32,7 Prozent.

VW führt, Tesla gleichauf mit Opel

Wie schon in den Vormonaten, können auch im August nahezu alle Autohersteller von der anhaltend starken Nachfrage profitieren. Der VW-Konzern bleibt mit 26,6 Prozent Marktanteil absoluter Marktführer. Der Stellantis-Verbund folgt mit einem Marktanteil von 16,7 Prozent vor der Renault-Gruppe, die bei 9,5 Prozent liegt. Stärkste Einzelmarke ist weiter VW mit 11,1 Prozent. Toyota steht mit einem Marktanteil von 6,8 Prozent auf Rang zwei vor BMW (5,8 %), Skoda (5,5 %) und Audi (5,5 %). Mercedes kommt auf 5 Prozent und steht damit knapp vor Renault und Peugeot (beide 4,9 %) sowie Dacia (4,6 %). Im koreanischen Duell steht Hyundai (4,4 %) vor Kia (4,0 %). Tesla liegt mit 3,5 Prozent Marktanteil gleichauf mit Opel und sogar vor Ford (3,3 %). Fiat und Citroën folgen gleichauf mit 3,1 Prozent.

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Fazit

Die Kauflaune der europäischen Autokäufer hält auch im 13. Monat in Folge an. Gefragt sind vor allem elektrifizierte Modelle, wobei sich im August bereits jeder fünfte Käufer in der EU für ein reines Elektroauto entschieden hat. Der Diesel entschwindet immer weiter in die Bedeutungslosigkeit.