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Fiat 500-Werbung: Seitenhieb auf italienische Regierung

Fiat 500 Werbung
No Logo - no Ärger

In der "No Logo"-Werbung für den Fiat 500 spielt Stellantis subtil auf die jüngsten Zwistigkeiten mit der italienischen Regierung an.

Fiat 500 No Logo Werbung
Foto: Fiat

Stellantis und die italienische Regierung pflegen derzeit keine sehr harmonische Beziehung. Das angespannte Verhältnis nimmt aktuell ein neuer Werbespot für den Fiat 500 subtil auf die Schippe.

Der auf Youtube ausgespielte Spot läuft unter dem Titel "No Logo" und zeigt einen Fiat 500, der begleitet von sanfter Musik, eine idyllische Küstenstraße entlanggleitet. Auffällig ist nur, dass vom Auto alle Markenlogos, Modellbezeichnungen und auch die Plaketten mit den italienischen Farben entfernt wurden. Übrig geblieben sind an Front und Heck nur die Montagelöcher.

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Fiat 500 ist italienische Ikone

Die Erklärung liefert der eingeblendete Begleittext: "Wenn dieses Auto kein Logo hätte, wenn es keinen Namen hätte, wenn es keine Flagge hätte. Wenn es nichts darüber aussagen würde, was es ist oder woher es kommt, würde es trotzdem jeder erkennen. Denn wenn ein Auto ein ikonisches Design hat und schon immer Lebensfreude verkörpert hat, kann es nur italienisch sein, und es kann nur ein Fiat sein."

Am Ende des Spots legt Fiat noch eine Schippe nach, indem sie die Buchstaben der Marke in schräge Linien in der Farbe der italienischen Flagge verwandelt – ergänzt um die Anmerkung, dass Fiat die Abkürzung für "Fabbrica Italiana Automobili Torino" ist.

Einerseits könnte man das als Hymne auf das ikonische Design des kleinen Italieners verstehen, andererseits aber auch als Spitze gegen die italienische Regierung. Die ist nämlich zuletzt dem Stellantis-Konzern und seinen italienischen Marken mehrfach in die Parade gefahren. Der neue kleine Alfa Romeo-SUV wurde mit viel Brimborium als Alfa Milano angekündigt und vorgestellt. Da er aber im polnischen Stellantis-Werk in Tychy gefertigt wird, darf er nach Meinung der italienischen Regierung keinen Namen tragen, der suggeriere, dass das Modell aus Italien stamme. Stellantis lenkte ein und taufte den Milano kurzerhand in Junior um.

Das Spiel mit den italienischen Nationalfarben dürfte sich auf einen weiteren Vorfall in der jüngeren Vergangenheit beziehen. Die italienische Regierung ließ am Hafen von Livorno 134 Topolino-Modelle konfiszieren, weil diese auf den Flanken kleine Tricolore-Aufkleber trugen. Gefertigt wird der Elektro-Zwerg aber im Werk Kenitra in Marokko. Stellantis gab auch hier nach und entfernte die Aufkleber.

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Fazit

Wenn ein Produkt Anspruch auf seinen italienischen Ursprung erhebt, dann muss es nach Meinung der italienischen Regierung auch aus Italien kommen – das gilt auch für Autos. Der international aufgestellte Stellantis-Konzern fertigt die Modelle seiner italienischen Marken aber auch außerhalb von Italien. Das bringt dem Autobauer in jüngster Vergangenheit immer wieder Reibungspunkte mit der italienischen Administration ein. Die jüngste Werbung zum Fiat 500 könnte da als subtiler Seitenhieb verstanden werden.