Preissenkungen nach Aus des BAFA-Umweltbonus
Diese Hersteller gewähren satte E-Auto-Rabatte

Die Bundesregierung hatte den Umweltbonus vorzeitig abgeschafft. Das setzte eine Rabattschlacht in Gang, die viele E-Autos enorm verbilligt. Wie aktuell bei Hyundai.

Hyundai Elektroautos Ioniq 5 Ioniq 6 Kona Elektro
Foto: Hyundai

Plötzlich war für (potenzielle) E-Auto-Käuferinnen und -Käufer nichts mehr, wie es war. Quasi über Nacht hatte die Bundesregierung Mitte Dezember 2023 die staatliche E-Auto-Förderung abgeschafft. Wer mit dem Gedanken spielte, sich ein neues Elektroauto zu kaufen oder dieses bereits bestellt, aber noch nicht geliefert bekommen und somit zugelassen hatte, musste die erhoffte Prämie in den Wind schießen. Diese Personen können seitdem keinen Antrag mehr stellen, um die staatlichen Zuschüsse des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu erhalten.

Der große E-Ratgeber

Jede Kundin und jeder Kunde verliert dabei viel Geld. Vom 1. Januar 2024 an hätte es nach Neuzulassung eines maximal 45.000 Euro (Netto-Listenpreis) teuren E-Autos immerhin eine Förderung von 4.500 Euro netto gegeben. Nun gibt es gar nichts mehr – zumindest vom Staat. Doch die meisten E-Auto-Hersteller reagierten schnell und zahlten den BAFA-Bonus in einem ersten Schritt aus eigener Tasche (siehe unten). Inzwischen greift zudem ein altbekannter Marktmechanismus: Da die Nachfrage nach Elektroautos mit Einstellung der Förderung stark nachgelassen hatte, gewähren sie nun teils satte und meist zeitlich begrenzte Rabatte auf ihre Stromer. Hier eine Übersicht:

BYD

Mit BYD beteiligt sich ein weiterer chinesischer Hersteller am derzeitigen Preiskampf. In einem ersten Schritt senkte BYD die Listenpreise seiner Volumenmodelle – und das ohne Begrenzung auf ein bestimmtes Bestell- oder Zulassungsdatum – um bis zu 14,9 Prozent. Die Höhe der Preisnachlässe fällt je nach Baureihe unterschiedlich aus. Am stärksten schlägt sie sich beim E-SUV Atto 3 nieder, der nun nur noch 37.990 Euro kostet. Der derzeit günstigste BYD ist der ID.3-Konkurrent Dolphin für mindestens 32.990 Euro. Aktuell und begrenzt bis zum 31. März 2024 zieht der Hersteller von den Listenpreisen seiner Volumenmodelle zusätzlich eine Wechselprämie von 3.000 Euro ab. Diesen Rabatt gibt es auch für die Topmodelle, jedoch in ungleich größerem Umfang. Die große E-Limousine ist dadurch 17.255 Euro billiger als zuvor und kostet nur noch 69.020 Euro. Der SUV Tang kostet fortan 69.615 Euro und damit fast 14.000 Euro weniger als zuvor.

Dacia

Dacia gewährt für den Spring einen 10.000-Euro-Elektrobonus, wenn das Auto bis zum 31. März 2024 zugelassen wird. Damit verringert sich dessen Einstiegspreis auf 12.750 Euro (Version Essential Electric 45 mit 33 kW / 44 PS und bis zu 230 Kilometern Reichweite). Das Angebot gilt für alle im Handel verfügbaren Versionen des Spring bei teilnehmenden Dacia-Partnern.

Fiat

Zusätzlich zur Maßnahme seines Mutterkonzerns Stellantis (siehe unten) bietet Fiat den 500 Elektro ab sofort und befristet bis zum 31. März 2024 mit einem Umweltbonus an. Privatkundinnen und -kunden, die den elektrisch angetriebenen Kleinwagen im entsprechenden Zeitraum als Neuwagen kaufen, erhalten von teilnehmenden Händlern einen Nachlass in Höhe von 5.000 Euro. Damit verringert sich der Basispreis des Einstiegsmodells mit 23,8-Kilowattstunden-Batterie auf 24.490 Euro. Der Umweltbonus kann ebenso beim Kauf eines sofort lieferbaren Fiat 500 Elektro mit der großen Batterie (42,0 Kilowattstunden) geltend gemacht werden. Diese Modellversion ist damit fortan ab mindestens 29.990 Euro erhältlich.

GWM Ora

Der chinesische, zum Great-Wall-Konzern gehörende Hersteller bietet in Deutschland aktuell nur das Modell GWM Ora 03 (zuvor Ora Funky Cat; siehe Video nach dem ersten Absatz) an. Dies jedoch bis zum 31. März 2024 mit einem "Elektroprämie" genannten Rabatt in Höhe von 12.000 Euro. Damit sinkt der Einstiegspreis des Basismodells GWM Ora 03 300 mit 126 kW (171 PS), 48-kWh-Batterie und 310 Kilometern WLTP-Reichweite auf 26.990 Euro. Selbst die Topmodelle 400 Pro+ und GT mit 63-kWh-Akku rutschen damit klar unter die 40.000-Euro-Grenze. Es gibt allerdings eine große Einschränkung: Die Elektroprämie gilt nicht für selbst konfigurierte und bestellte Neuwagen, sondern ausschließlich für bei den teilnehmenden GWM-Ora-Händlern verfügbare Lagerfahrzeuge.

Leasing-Angebote Ora 03 (Funky Cat) im Preisvergleich

Hyundai

Der koreanische Autobauer bietet im Rahmen seiner "Frühlingswochen" 7.000 Euro Umweltprämie für die batterie-elektrischen Modelle Hyundai Ioniq 5, Hyundai Kona Elektro sowie den Hyundai Ioniq 6. Das Angebot ist allerdings befristet bis zum 31. März 2024. Erhalten können die Prämie Privat- und Gewerbekunden beim Abschluss eines Kauf- oder Leasingvertrags. Abgezogen wird sie direkt beim Händler von dessen Hauspreis. Die Aktion ist nicht kombinierbar mit anderen privaten oder gewerblichen Verkaufsförderungsmaßnahmen und Programmen.

Nio

Beim Kauf eines Bestandsfahrzeuges bis zum 31. März 2024 gibt es einen Nachlass von 1.500 Euro. Allerdings wird dieser nur dann gewährt, wenn Kunden das Abomodell für den Akku wählen ("Battery as a Service"). Für sie könnte noch ein weiterer Bonus interessant sein, denn Nio verlangt bis Ende März keine Gebühr für den Batteriewechsel sowie keine Stromkosten an den Batteriewechselstationen (Power Swap Stations).

Nissan

Nissan verbilligt den Leaf um über 8.200 Euro. Damit kostet der Elektroauto-Pionier in seiner Basisversion N-Connecta mit 39-Kilowattstunden-Akku und 150 PS nur noch 27.687 statt regulär 35.900 Euro. Leasing-Nehmer zahlen monatlich 219 Euro. Das Angebot ist bis zum 14. April 2024 befristet und gilt damit länger als bei den Konkurrenten. Für das reichweiten- und leistungsstärkere mit 59-Kilowattstunden-Akku gilt es nicht. Es kostet also weiterhin mindestens 41.100 Euro.

Polestar

Wer bis zum 31. März 2024 einen Polestar 2 kauft oder least, profitiert vom "Innovation Boost". Im Rahmen dieser Rabattaktion sinken die Preise für die einmotorigen Varianten der Elektro-Limousine um 4.500 und für die zweimotorigen Versionen um 6.500 Euro brutto. Der Basispreis des Polestar 2 beträgt damit in diesem Zeitraum 41.775 Euro (Standard Range Single Motor), während die billigste zweimotorige Variante (Long Range Dual Motor) vorübergehend ab 45.775 Euro erhältlich ist. Das Angebot gilt sowohl für private Käuferinnen und Käufer als auch für Flottenkunden.

Renault

Wie der ADAC berichtet, verkauft Renault seinen Elektro-Crossover Megane E-Tech Electric derzeit 6.400 bis 7.200 Euro günstiger als zuvor. Der Einstiegspreis liegt aktuell bei 35.600 Euro für die Basisversion 130 Urban Range. Die stärkere Variante 220 Comfort Range kostet mindestens 39.900 Euro. Befristet bis zum 29. Februar schnürt Renault zudem besonders günstige Leasing-Angebote ab monatlich 198 Euro für den Megane E-Tech Electric 130 und 253 Euro für die 220er-Variante.

Smart

Smart führt aktuell ebenfalls eine Rabattaktion durch. Der Nachlass in Höhe von 3.285 Euro brutto gilt für die Modelle #1 und #3, wenn sie von privaten Kundinnen und Kunden bis zum 29. Februar 2024 bestellt werden. Wird das Auto geleast, berücksichtigt Smart seine Umweltprämie entsprechend rechnerisch in der Leasingrate.

Tesla

Nachdem einige Konkurrenten ihre Preise gesenkt hatten, zog auch Tesla nach. Das Model Y verbilligte sich je nach Modellversion um 1.900 bis 5.000 Euro. Die günstigste Variante des Elektro-SUV kostet aktuell nur noch 42.990 statt 44.890 Euro – ein Minus von etwa vier Prozent. Noch stärker sinken die Preise bei den zweimotorigen Model-Y-Varianten. In der Version "Maximale Reichweite" kostet der E-SUV nur noch 49.990 statt 54.900 Euro (minus neun Prozent). Der Preis des Model Y Performance sinkt von 60.990 auf 55.990 Euro (minus acht Prozent).

VW

Die Marke Volkswagen Pkw führt eine umfassende Rabattaktion für seine ID.-Modelle durch. Diese "Volkswagen Umweltprämie" setzt sich bei den meisten ID.-Modellen aus zwei Bausteinen zusammen. Einen Rabatt namens Aktionsprämie gibt es immer, egal ob es sich bei dem Wunschmodell um einen ID.3, ID.4, ID.5 oder ID.7 handelt. Hinzu kommt bei den von vornherein günstigeren Elektroautos ein E-Mobilitätsbonus von jeweils 1.785 Euro. Von den Rabatten profitieren private Einzelkundinnen und -kunden, die ein kurzfristig verfügbares Neufahrzeug oder ein konfigurierbares Bestellfahrzeug kaufen beziehungsweise über die Volkswagen Leasing GmbH leasen. Die Regelung ist vorerst bis Ende März 2024 befristet.

Leasing-Angebote VW im Preisvergleich

Diese Marken und viele andere Autobauer hatten in einem ersten Schritt kurzfristig eigene Programme aufgelegt, um die abgeschaffte E-Auto-Förderung zumindest zeitweise aus eigener Tasche auszugleichen. Hier eine Übersicht:

Audi

Die Tochtermarke des VW-Konzerns übernimmt für alle ihre förderfähigen E-Modelle wie den Q4 E-Tron (siehe Video nach dem ersten Absatz) neben dem Hersteller- auch den Bundesanteil. Dies gilt für private Kundinnen und Kunden, die ihren elektrischen Audi bis zum 16. Dezember 2023 bestellt hatten und das Auto bis spätestens Jahresende 2024 zulassen. Da Audi mit all seinen E-Modellen über der 2023er-Bemessungsgrenze von 40.000 Euro Netto-Listenpreis lag, beträgt die Förderung seitens der Ingolstädter maximal 4.500 Euro.

BYD

BYD garantierte seinen Kundinnen und Kunden den Umweltbonus in Höhe von 4.500 Euro inklusive Mehrwertsteuer mit Zulassungsdatum bis einschließlich 31. Januar 2024 für die betroffenen Neuwagen (mit bestehendem Kaufvertrag bis 16. Dezember 2023). Zusätzlich sagte der chinesische Autobauer den Herstelleranteil in Höhe von 2.677,50 Euro brutto für alle Autos zu, die bis zum Jahresende 2023 bestellt wurden und bis zum Ende des ersten Quartals 2024 zugelassen werden.

Cupra

Seat Deutschland zahlt den staatlichen Anteil der abgeblasenen E-Auto-Förderung ebenfalls aus eigener Tasche. Die Maßnahme gilt für bis zum 18. Dezember 2023 bestellte Exemplare des Cupra Born, die bis spätestens zum Ende des ersten Quartals 2024 zugelassen werden. Hier bemisst sich die genaue Summe am konkreten Zeitpunkt der Erstzulassung: Bis zum 31. Dezember 2023 gab es bis zu 6.750 Euro; seitdem fließen nur noch 4.500 Euro.

Dacia

Für Kundinnen und Kunden, die bis zum 17. Dezember 2023 einen Spring bestellt hatten und bis spätestens 31. März 2024 zulassen, garantiert Dacia, den ursprünglich geplanten BAFA-Umweltbonus zu erstatten. Bedeutet: Bei einer Neuzulassung bis zum Jahresende 2023 reduzierte sich der Fahrzeugpreis um bis zu 6.750 Euro (netto). Aktuell fließen noch 4.500 Euro (netto).

Fisker

Wer bis zum 31. Dezember 2023 einen Fisker Ocean bestellt hatte, erhält vom kalifornischen E-Auto-Hersteller weiterhin den Herstelleranteil der Umweltprämie. Privatkundinnen und -kunden bekommen demnach einen Nachlass von 2.250 Euro pro Auto. Den staatlichen Anteil gleicht Fisker allerdings nicht aus.

Hyundai

Hyundai übernimmt für Kundinnen und Kunden eines Ioniq 5, Ioniq 6 und Kona Elektro weiterhin sowohl den staatlichen als auch den Herstelleranteil. Wer das Auto bis zum Jahresende 2023 zugelassen hatte, erhielt von den Koreanern demnach bis zu 6.750 Euro. Wird das Auto bis spätestens 31. März zugelassen, fließt der ursprünglich geplante reduzierte Anteil. Allerdings muss es in beiden Fällen bis zum 16. Dezember 2023 bestellt worden sein. Die Regelung gilt einerseits für gekaufte Autos und andererseits für Leasing-Verträge über mindestens 24 Monate Laufzeit.

Kia

Kia springt ebenfalls für die Bundesregierung ein und zahlt den staatlichen Anteil des BAFA-Bonus aus eigener Tasche. Private Kundinnen und Kunden, die bis zum 31. März 2024 verbindlich einen Niro EV, EV6, EV6 GT oder seit 1. Januar 2024 einen e-Soul aus dem verfügbaren Fahrzeugbestand kaufen, erhalten eine Förderung in voller Höhe der jeweils gültigen Konditionen. "Ausschlaggebend ist dabei allein das Kaufdatum, nicht der Zulassungstermin", heißt es in einer Mitteilung des koreanischen Herstellers.

Mazda

Für Fahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2023 erstmals zugelassen wurden, übernahm Mazda im Rahmen einer Kulanzregelung den bisherigen staatlichen Umweltbonus in vollem Umfang. Dieser beträgt 4.500 Euro. Zusätzlich zahlten die Japaner gemeinsam mit ihren Händlern den Herstelleranteil am Umweltbonus in Höhe von 2.677,50 Euro brutto. In Summe beläuft sich die Unterstützung demnach auf 7.177,50 Euro. Für Fahrzeuge, die zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 31. März 2024 erstmals zugelassen werden, zahlt Mazda den eigentlich geplanten geringeren Fördersatz.

Mercedes

Seinen Elektroauto-Kundinnen und -Kunden zahlt Mercedes weiterhin den Herstelleranteil am bisherigen Umweltbonus. Wurde das E-Auto noch 2023 geliefert und zugelassen, übernahm der Hersteller zusätzlich den staatlichen Anteil, falls nicht mehr rechtzeitig der entsprechende Antrag gestellt werden konnte. Für Neuaufträge, die bis zum 31. Januar 2024 bestellt, zugelassen und ausgeliefert wurden, zahlte Mercedes den Herstelleranteil sowie den bisherigen staatlichen Anteil des Umweltbonus. Neuaufträge, die bis zum 31. Januar 2024 bestellt wurden, aber erst ab dem 1. Februar 2024 zugelassen und ausgeliefert werden, fördert Mercedes weiterhin mit dem Herstelleranteil. Die Regelung gilt für alle Fahrzeuge, die nach der ursprünglich vom Staat vorgesehenen Wertgrenze ab 2024 förderfähig gewesen wären.

MG

MG Motor übernahm für alle Bestellungen von vollelektrischen Modellen vor dem 18. Dezember 2023, die bis zum 15. Januar 2024 zugelassen wurden, die volle Förderung von Hersteller- (2.250 Euro netto) und Bundesanteil (4.500 Euro brutto). Für später zugelassene MG-Fahrzeuge zahlt der Autobauer den ab 2024 geplanten vollen Hersteller- und reduzierten Bundesanteil von 3.000 Euro brutto.

Nio

Nio kompensierte als direkte Reaktion auf den Wegfall die BAFA-Prämie in voller Höhe von 4.500 Euro netto, übernahm also sowohl den Hersteller- als auch den Bundesanteil. Die Regelung galt zunächst "für all unsere Modelle" bei einem Bestelleingang bis zum 31. Dezember 2023 und bei einer Auslieferung bis zum 31. Januar 2024. Allerdings nur für Privatkundinnen und -kunden, die das Abomodell für den Akku wählen ("Battery as a Service").

Nissan

Auch bei Nissan floss die Förderprämie weiter – allerdings nur für E-Autos, die bis einschließlich 17. Dezember 2023 von Privatkundinnen und -kunden bestellt wurden. Erhielten entsprechende Exemplare des Ariya, Leaf und Townstar EV Kombi bis zum 31. Dezember ihre Erstzulassung, floss der Umweltbonus in voller, bis zu diesem Zeitpunkt geplanter Höhe. Für Erstzulassungen seit dem 1. Januar 2024 gilt die ursprünglich geplante reduzierte Umweltprämie. Der Umweltbonus wird in der jeweiligen Höhe als zusätzlicher Nachlass gewährt.

Renault

Renault garantiert für seine prämienberechtigten Elektromodelle Kangoo E-Tech, Megane E-Tech und Twingo E-Tech, den ursprünglich geplanten BAFA-Umweltbonus zu erstatten. Bedeutet: Bei einer Neuzulassung bis zum Jahresende 2023 reduzierte sich der Fahrzeugpreis um bis zu 6.750 Euro (netto). Seitdem fließen noch 4.500 Euro (netto). Allerdings muss das Auto bis zum 17. Dezember 2023 bestellt worden sein und bis spätestens 31. März 2024 zugelassen werden, damit deren Käuferinnen und Käufer in den Genuss der Maßnahme kommen.

Skoda

Bis zum Stichtag 15. Dezember 2023 bestellte E-Autos erhalten von Skoda weiterhin die Förderung in voller geplanter Höhe. Geht es um ein Auto, dessen Liefertermin bis zum 10. Januar 2024 bestätigt und das bis Jahresende neu zugelassen wurde, gewähren die Tschechen die bis zum Stopp des Umweltbonus gültigen Beträge. Für Exemplare des Enyaq und Enyaq Coupés, die bis zum 15. Dezember 2023 bestellt wurden und ein bestätigtes Lieferdatum ab dem 11. Januar 2024 haben, zahlt Skoda jenen reduzierten BAFA-Fördersatz, der vom 1. Januar 2024 an gelten sollte.

Smart

Die Mercedes-Maßnahmen (siehe oben) gelten auch für den elektrischen Smart Fortwo (Baureihe 453), falls noch ein Restbestands-Exemplar neu zugelassen wird. Die inzwischen neu als Joint-Venture von Mercedes und Geely aufgestellte Marke führt die Umweltprämie für ihre Neuwagen aber ebenfalls fort. Privatkundinnen und -kunden, die bis zum 31. Dezember 2023 einen Smart #1 oder Smart #3 neu zugelassen hatten, erhielten von Smart die zuvor gültige volle Förderung in Höhe des Hersteller- und Bundesanteils. Wurde das Auto noch 2023 Jahr bestellt und erst 2024 zulassen, gleicht die Marke den ursprünglich ab 1. Januar 2024 geplanten reduzierten Umweltbonus inklusive Herstelleranteil aus.

Stellantis-Konzern

Als einer der ersten Autokonzerne versicherte Stellantis, den vollen Umweltbonus in Form eines zusätzlichen Rabatts weiterhin für E-Fahrzeuge zu zahlen, die nach den bisherigen BAFA-Richtlinien bonusberechtigt gewesen wären. Das galt für Privatkäuferinnen und -käufer, die ihr bereits bestelltes vollelektrisches Fahrzeug der Marken Abarth, Citroën, DS Automobiles, Fiat, Jeep, Opel und Peugeot bis zum 31. Dezember 2023 zugelassen hatten. Eingeschlossen waren Zulassungen, für die die Prämie bislang noch nicht beantragt wurde und die den neuen Regeln entsprechend eigentlich nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Für bereits bestellte Autos, die bis zum 29. Februar 2024 zugelassen werden, zahlen die Stellantis-Marken jenen Fördersatz, der nach dem Jahreswechsel gegolten hätte.

Subaru

Toyota-Kooperationspartner Subaru zahlt den Umweltbonus ebenfalls aus eigener Tasche weiter. Private Käuferinnen und Käufer, die bis spätestens 31. Januar 2024 einen Kaufvertrag für einen Subaru Solterra abgeschlossen haben und das Auto bis zum 29. Februar zulassen, erhalten für das Schwestermodell des Toyota BZ4X die volle E-Auto-Prämie, die zum jeweiligen Zeitpunkt gegolten hätte.

Tesla

Der US-E-Auto-Hersteller Tesla hatte ebenfalls die Förderung aus eigener Tasche weitergezahlt. Allerdings nur für ab dem 18. Dezember 2023 bestellte Exemplare des Model 3 und Y, die bis zum 31. Dezember ausgeliefert wurden. "Wir werden auch den Herstelleranteil von 2.250 Euro beibehalten", hieß es damals in einem Post auf der Kurznachrichten-Portal "X".

Toyota/Lexus

Wer rechtzeitig einen vollelektrischen Toyota oder Lexus bestellt hatte, erhielt von den japanischen Herstellern weiterhin eine Prämie von bis zu 6.750 Euro. Gleiches galt für Kundinnen und Kunden, die bis einschließlich 31. Dezember 2023 ein Elektrofahrzeug aus dem verfügbaren Bestand gekauft hatten. Die konkrete Prämienhöhe war – wie zuvor auch bei der staatlichen Regelung – abhängig vom Nettolistenpreis des jeweiligen E-Autos. Toyota und Lexus gewähren die Förderung übrigens selbst bei einer Zulassung nach dem 1. Januar 2024. Alle Kunden, die einen neuen vollelektrischen Toyota oder Lexus erst im neuen Jahr bis zum 31. März 2024 kaufen und zulassen, erhalten eine Prämie von 4.500 Euro.

VW

Im Rahmen einer kurzfristig am 19. Dezember 2023 aufgelegten Maßnahme zahlt VW die damals eingestellte E-Auto-Prämie aus eigener Tasche weiter. Die Wolfsburger gewähren neben dem Herstelleranteil zusätzlich den bisherigen staatlichen Anteil des BAFA-Umweltbonus. Allerdings nur für förderfähige ID.-Fahrzeuge, die bis spätestens 15. Dezember 2023 bestellt wurden. Wurde das Auto noch im Jahr 2023 ausgeliefert und zugelassen, erhielten die Kundinnen und Kunden eine Förderung zum vollen Satz von bis zu 6.750 Euro. Erfolgen Auslieferung und Zulassung hingegen erst nach dem Jahreswechsel bis spätestens zum 31. März 2024, zahlt VW den ab kommenden Jahr geplanten Fördersatz von 4.500 Euro.

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Fazit

Mit dem plötzlichen Aus für die E-Auto-Prämie seitens der Bundesregierung standen viele Käuferinnen und Käufer finanziell im Regen und mussten auf fest eingeplante Beträge von mehreren tausend Euro verzichten. Auch die Autohersteller zeigten sich vor den Kopf gestoßen. Viele von ihnen reagierten schnell und garantierten, das Fördergeld trotzdem zu zahlen. Inzwischen sind einige von ihnen dazu übergegangen, umfassende Rabatte auf ihre Elektroautos zu gewähren. Diese sind jedoch fast ausschließlich zeitlich begrenzt.

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AUTO MOTOR UND SPORT 05 / 2024
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Erscheinungsdatum 15.02.2024

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