Keine Teile lieferbar
Vorerst kein Produktionsstopp in Emden

Das VW-Werk in Lissabon, Portugal, muss die Produktion des T-Roc für mehrere Wochen unterbrechen. Der Grund dafür: ein Unwetter. Jetzt betrifft der Teilemangel auch Deutschland und Skoda in Tschechien.

Skoda Vision 7S (2022)
Foto: Skoda

Nachdem sich letzte Woche die Ereignisse und Meldungen bei VW bezüglich der Fertigung im Werk Emden überschlagen hatten, teilte ein Pressesprecher am Montag (4.9.2023) mit, dass es entgegen der ursprünglichen Planung keine Unterbrechung der MQB-Produktion im Werk Emden geben soll. Eine Einschränkung gibt es trotzdem: In den kommenden zwei Wochen sollen die Mitarbeiter lediglich einschichtig weiterarbeiten.

Skoda bleibt nicht verschont

Der Teilemangel trifft nach Unternehmens-Angaben auch die tschechische VW-Tochter Skoda. Es fehlen wichtige Teile für Verbrennungsmotoren von Skoda-Modellen und anderen Marken des Konzerns. Der Zulieferer aus Slowenien kann nur begrenzt liefern. Bisher deckte Skoda den Bedarf durch das weltweite Lieferantennetz ab. Doch eine Einschränkung der Produktion in den Werken in Mladá Boleslav und Kvasiny kann das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr ausschließen. Skoda kann im Augenblick auch keine Aussage über die betroffenen Modelle tätigen.

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Die Teileknappheit betrifft auch Deutschland

Wegen Teilemangels unterbricht Volkswagen die Herstellung des VW T-Roc in Portugal in der ersten Septemberhälfte. Ein Unwetter Anfang August über Slowenien traf einen Zulieferer von wichtigen Motorenteilen, und der kann wegen Hochwasser nicht mehr liefern. Daraus resultiert ein mehrwöchiger Herstellungsstopp des SUV-Modells. Wie Volkswagen auf Nachfrage von auto motor und sport bestätigte, betrifft das Problem zudem die Produktion des Passat und Arteon im Werk Emden. Elektroautos seien davon nicht betroffen.

Wann die Produktion wieder in geregelter Form stattfindet, weiß keiner

Bereits am Mittwoch (30. August 2023) berichtete ein VW-Pressesprecher der Deutschen Presse-Agentur, dass es auch in Deutschland zu Produktionsausfällen kommen kann. "Im Laufe des Septembers ist damit zu rechnen, dass nicht alle Komponenten- und Fahrzeugwerke ausreichend beliefert werden können". Es sei daher mit Produktionsausfällen zu rechnen. VW arbeite mit anderen Zuliefern an Alternativen und unterstütze gleichzeitig das Unternehmen in Slowenien, damit die Produktion wieder anläuft.

Die Bildergalerie zeigt Fotos aus unserem Vergleichstest zwischen VW T-Roc, Kia XCeed und Mazda CX-30.

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Fazit

Aufgrund eines Unwetters kann ein Zulieferer aus Slowenien nicht mehr produzieren. So kommt es ab der ersten Septemberwoche für einen längeren Zeitraum zu einem Herstellungsstopp des T-Roc in Portugal. Auch das Werk in Emden, wo der Passat und Arteon produziert werden, und einige Produktionsstätten der VW-Tochter Skoda in Tschechien sind betroffen. Wie lange die Produktionsstopps dauern wird, kann VW bislang nur schwer einschätzen.