CO₂-Angaben, Verbrauch, Effizienzklassen
Neues Pkw-Label in Kraft

Seit Freitag (23.2.2024) ist eine neue Verordnung des Wirtschaftsministeriums in Kraft, nach der Autohändler in Deutschland transparenter über den Spritverbrauch und den CO₂-Ausstoß von Neuwagen informieren müssen.

Energie-Label
Foto: porcorex via Getty Images

Nach dem Stichtag 1. Mai 2024 müssen Neuwagen-Interessenten die erforderlichen Informationen sowohl in den Verkaufsräumen als auch im Internet einsehen können. Vom 1. August 2024 an sind diese Angaben auch in Print-Werbungen in Zeitungen oder Zeitschriften verpflichtend.

Pkw-Label zeigt CO₂-Kosten für 10 Jahre

Die Regelung zielt darauf ab, potenziellen Käufern eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen, indem sie ihnen Einblick in die Energie- und CO₂-Kosten eines Fahrzeugs über die Jahre gibt. In Deutschland existiert bereits eine CO₂-Abgabe, die auch auf EU-Ebene Anwendung finden soll und sukzessive ansteigt. Die zu erwartenden Kosten werden über die nächsten zehn Jahre dargestellt. Da das Ausmaß des Anstiegs unsicher ist, gibt es drei Szenarien (hoch, mittel, gering), es wird eine jährliche Fahrleistung von 15.000 Kilometern angelegt. Des Weiteren müssen die Angaben zum Spritverbrauch nach WLTP angegeben werden.

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Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte: "Das neue Pkw-Label informiert über die Energiekosten und erstmals auch über die CO₂-Kosten der Fahrzeuge. Die verbesserte Kennzeichnung ermöglicht eine informierte Kaufentscheidung, die das Klima schützt und den Geldbeutel schont."

Effizienzklassen: Gewicht spielt keine Rolle

Neben den Verbrauchswerten nach dem realistischeren WLTP-Prüfverfahren und dem CO₂-Ausstoß sind auch Effizienzklassen Pflicht. Die Fahrzeuge werden dabei von A (kein CO₂-Ausstoß, grün) bis G (hohe CO2-Emissionen, rot) eingeteilt. Bei der Klassen-Einteilung wird ausschließlich der CO₂-Ausstoß berücksichtigt, während das Gewicht keine Rolle mehr spielt. Dies bedeutet eine Abkehr von früheren Bewertungskriterien, bei denen beispielsweise schwere SUVs aufgrund ihres vergleichsweise niedrigen Verbrauchs im Verhältnis zum Gewicht gut abschneiden konnten.

Zukünftig werden auch bei sogenannten Plug-In-Hybriden, also Fahrzeugen mit elektrischem und fossilem Antrieb, detailliertere Informationen verfügbar sein. Es wird eine Klasseneinstufung sowohl für den Mischbetrieb als auch für den reinen Verbrenner-Betrieb geben. Diese Änderung berücksichtigt die Erfahrung, dass viele dieser oft schweren und als Dienstwagen genutzten Fahrzeuge überwiegend mit Benzin oder Diesel betrieben werden.

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Fazit

Ab 2024 müssen Neuwagen-Interessenten Zugang zu Informationen über Energie- und CO₂-Kosten eines Fahrzeugs haben. Diese Regelung zielt darauf ab, fundierte Kaufentscheidungen zu ermöglichen. Fahrzeuge werden nach Effizienzklassen von A bis G eingeteilt, wobei das Gewicht keine Rolle mehr spielt. Plug-In-Hybriden erhalten detailliertere Informationen.

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