McLaren ruft Senna und Co. zurück
Brandgefährliche Sportwagen

Ein unglücklich platziertes Teil könnte Ihren McLaren in Flammen aufgehen lassen. Deshalb rufen die Briten aktuell mehrere Modelle zurück. Darunter auch den Senna.

McLaren Senna 2018 Fahrbericht
Foto: McLaren

Die britische Sportwagenschmiede McLaren hat rund 2.700 Autos wegen Brandgefahr zurückgerufen. Es handelt sich dabei um die Modelle 720S, 570GT und die Speerspitze des Herstellers, den Senna. Ein Teil des Dämm-Materials könne offenbar Feuchtigkeit aufsaugen, erläutert McLaren. Das Problem dabei: Dieses Schaumstoff-Pad sitzt direkt unter dem Tank.

Leck durch Korrosion

Nun bringt Feuchtigkeit natürlich keinen Sportwagen zum Brennen, doch über die Zeit besteht das Risiko einer Korrosion am Kraftstoff-Tank. Eine Zündung mit Tank-Leck könnte dann den ganzen Sportwagen-Traum in Flammen aufgehen lassen. Die Problembehebung ist dabei glücklicherweise denkbar einfach. Das betreffende Dämm-Material wird schlicht entfernt. Ohnehin: Wer will denn diesen feinen V8 nur gedämmt hören?

Unsere Highlights
McLaren 570GT, Heckansicht
Achim Hartmann
Neben Senna und 720S ist auch der 570GT betroffen.

Sollten Sie Besitzer eines McLaren der betroffenen Baureihen sein: Schnuppern Sie mal am Auto nach Benzin-Geruch, oder noch besser: Machen Sie eine Spritztour zum Service. Während der Senna als jüngster unter den Betroffenen vermutlich noch keine akuten Probleme machen dürfte, sind 720S und 570GT bereits seit 2016, beziehungsweise 2017 auf den Straßen unterwegs. Wie McLaren gegenüber auto motor und sport bestätigte, sind in Deutschland 503 Fahrzeuge betroffen (weltweit 7.893). Selbstverständlich werden die entsprechenden Kunden vom Hersteller kontaktiert.

Fazit

Fehler passieren, auch bei einer Hightech-Produktion wie den McLaren-Sportwagen. Weil hier Brandgefahr droht, ist der Rückruf allerdings nicht auf die lange Bank zu schieben.

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AUTO MOTOR UND SPORT 09 / 2024
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