Nissan Ariya Rückruf
Von Spänen ausgebremst

Nissan muss weltweit fast 12.000 Elektroautos vom Typ Ariya zurückrufen. Leitfähige Späne im E-Motor können zum Abschalten des Antriebs führen.

Nissan Ariya
Foto: Achim Hartmann

Der japanische Autobauer Nissan muss weltweit 11.929 Fahrzeuge vom Typ Ariya aus dem Bauzeitraum März 2022 bis April 2023 in die Werkstätten zurückrufen. In Deutschland sind 1.032 Modelle des Elektro-SUV vom Rückruf betroffen.

Software-Update gegen Späne

Winzige Späne können im Elektromotor zu einem kurzzeitigen Kurzschluss mit den Schleifringen führen. Die Teile sind zu klein, um mechanische Schäden hervorzurufen. Sie werden bei einem Kurzschluss einfach durchgebrannt. Ein Sicherheitsrisiko stellen sie damit nicht dar, dennoch werden die verursachten Kurzschlüsse von der Systemsteuerung erkannt, die in Folge den Antrieb abschaltet. Laut Kraftfahrt Bundesamt (KBA) ergeben sich für die Fahrzeughalter keine Einschränkungen bei der Nutzung. Zudem sind auch keine Sach- und/oder Personenschäden im Zusammenhang mit dem Problem bekannt.

Unsere Highlights

Nissan schreibt alle Halter betroffener Fahrzeuge über das KBA an und bittet sie mit ihrem Fahrzeug in die Werkstätten. Dort bekommen die Ariya-Modelle eine neue Software für die Antriebssteuerung (Wechselrichter- und Motorsteuergerät) aufgespielt.

Beim KBA wird der Rückruf unter der Referenznummer 013237 gelistet, der Hersteller führt den Rückruf unter dem Code R23C7.

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Ich hätte gehofft, dass das bei eher unkomplizierten E-Autos so gut wie nie vorkommt.Wundert mich gar nicht - Elektronik ist doch eher billig produziertes Zeug.

Fazit

Winzige Späne können den Elektroantrieb des Nissan Ariya stilllegen. Der Hersteller löst das Problem mit einem Software-Update für die Antriebssteuerung. Weltweit sind rund 12.000 Fahrzeuge betroffen, in Deutschland knapp 1.000.

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