Opel Dieselskandal
65-Millionen-Euro-Strafe statt Prozess

Der Autobauer Opel bezahlt ein Bußgeld in Höhe von 64,8 Millionen Euro und kommt so um einen Prozess wegen Abgasbetrugs herum.

Opel Zafira Abgastest DUH
Foto: DUH

Opel hat ein Bußgeld von 64,8 Millionen Euro akzeptiert. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte die Buße verhängt, weil mehrere Opel-Modelle mit Dieselmotoren deutlich höhere NOx-Werte aufwiesen, als beim Kraftfahrtbundesamt angegeben. Verschiedene Opel-Dieselmodelle waren bei Abgastests unangenehm aufgefallen, weil sie auf dem Prüfstand sauberer waren als im richtigen Verkehr. Das Kraftfahrtbundesamt und die Staatsanwaltschaft Frankfurt gingen daraufhin dem Verdacht des Betrugs und der Abgasmanipulation nach.

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Mit Bußgeldzahlung Prozess vermieden

Die Strafe wurde bereits im Februar gegen den Autobauer verhängt, aber erst jetzt öffentlich. Mit dem bereits bezahlten Bußgeld ist das Verfahren gegen Opel eingestellt und es kommt nicht zu einem Prozess, wie er aktuell gegen VW läuft. Gegen sechs verantwortliche Manager wurden die Verfahren wegen geringer Schuld beziehungsweise gegen Zahlung von Auflagen eingestellt.

Ein Opel-Sprecher betonte, man habe das Bußgeld lediglich wegen eines "fahrlässigen Verwaltungsrechtsverstoßes" gezahlt, nicht wegen Betrugs. Vor allem habe das Gericht bei den Opel-Modellen keine illegale Abschalteinrichtung festgestellt.

Angestoßen wurden die Ermittlungen durch Messungen der Deutsche Umwelthilfe (DUH). 2018 verhängte das Kraftfahrtbundesamt einen verpflichtenden Rückruf zu Opel-Modellen, die auf der Straße deutlich erhöhte Schadstoffmengen ausgestoßen hatten. Opel reagiert mit einer veränderten Software.

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Fazit

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Opel eine Geldbuße von 64,8 Millionen Euro auferlegt. Zu einem Gerichtsverfahren wie bei VW kommt es nicht.