Rückruf Mercedes E-Klasse, CLS und AMG GT
Ausstiegswarner zickt

Mercedes-Benz muss weltweit 11.676 Exemplare der Baureihen E-Klasse, CLS und AMG GT Viertürer zurückrufen. Viele davon sind in Deutschland zugelassen.

Mercedes-AMG E63s 4MATIC+ T-Modell

Mercedes-AMG E63s 4MATIC+ estate
Foto: MediaPortal Mercedes-Benz AG

Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) haben zusammen mit dem Automobilhersteller Mercedes-Benz eine Rückrufaktion gestartet. Es geht dabei um die Baureihen E-Klasse der Generation 213 (siehe Fotoshow und Video) sowie den CLS (Werks-Code C 257) und den AMG GT Viertürer (X 290). Weltweit sind insgesamt 11.676 Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen. 2.429 von ihnen sind in Deutschland zugelassen. 880 Fahrzeuge fahren in den USA oder gehören dort zum Händlerbestand. Diese entstammen ausnahmslos dem Modelljahr 2023.

Unsere Highlights

Die Ursache liegt der NHTSA zufolge in einem Software-Fehler, der den Ausstiegswarner, bei dem es sich um eine untergeordnete Funktion des Totwinkelwarners handelt, unbeabsichtigt deaktivieren kann. Die Technik warnt die Insassen akustisch und visuell, wenn sie aus dem Auto aussteigen wollen und sich in diesem Moment von hinten ein Fahrzeug nähert. Ist der Ausstiegswarner nicht funktionstüchtig, kann das der Behörde zufolge das Risiko für einen Unfall oder eine Verletzung erhöhen. Das Problem wurde von Mercedes-Benz Ende September 2022 bei internen Qualitätskontrollen festgestellt und daraufhin untersucht. Nun veranlasst der Autohersteller deshalb einen freiwilligen Rückruf.

Von dem NHTSA-Rückruf betroffen sind die folgenden Modellreihen:

  • Mercedes-Benz E 350 Limousine aus dem Produktionszeitraum 10.03.2022 bis 09.03.2023
  • Mercedes-Benz E 450 (inkl. All Terrain, Cabrio und Coupé) aus dem Produktionszeitraum 10.03.2022 bis 09.03.2023
  • Mercedes-AMG E 53 Cabrio und Coupé aus dem Produktionszeitraum 10.03.2022 bis 09.03.2023
  • Mercedes-AMG E 63 S Viertürer und T-Modell aus dem Produktionszeitraum 10.03.2022 bis 09.03.2023
  • Mercedes-Benz CLS 450 aus dem Produktionszeitraum 10.03.2022 bis 09.03.2023
  • Mercedes-AMG GT 43 Viertürer aus dem Produktionszeitraum 10.03.2022 bis 09.03.2023
  • Mercedes-AMG GT 53 Viertürer aus dem Produktionszeitraum 10.03.2022 bis 09.03.2023

Mercedes-Vertragswerkstätten werden die Software des Ausstiegswarnsystems, speziell die Codierung des Multimode-Radars, kostenlos aktualisieren. Benachrichtigungsschreiben an die Besitzerinnen und Besitzer der in den USA betroffenen Autos sollen vom 10. Oktober 2023 an verschickt werden. Wann dies in Deutschland der Fall sein wird und ob das KBA den Rückruf überwacht, ist bislang nicht bekannt. Mercedes-Benz führt die Aktion intern unter dem Code 5496333. Die KBA-Referenznummer lautet 013075. Die NHTSA-Kampagne ist unter dem Code 23V-574 geführt.

Umfrage
Sind Rückrufe ein Problem?
70456 Mal abgestimmt
Nein. Gut, dass die Hersteller nachbessern.Ja. Die Hersteller sollen ihre Autos lieber sorgfältig zu Ende entwickeln.

Fazit

Mercedes-Benz muss bei 11.676 Exemplaren der Modellreihen E-Klasse (Generation 213), CLS (Werks-Code C 257) und AMG GT Viertürer (X 290) nachbessern. Bei den Fahrzeugen kann die Software des Ausstiegswarnsystems fehlerhaft ausgeführt worden sein. Ist das der Fall, warnt das Auto die Insassen beim Aussteigen möglicherweise nicht vor sich von hinten nähernden Fahrzeugen. Um den Fehler zu beheben, wird die Software des Multimode-Radars neu codiert.