Vorstände, Ingenieure, Schlosser und Praktikanten
So viel verdient man bei Mercedes? Oder auch nicht!

Mercedes zählt zu einem der beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland, aber was kann man beim Autobauer überhaupt verdienen? Wir zeigen ausgewählte Gehälter.

Mercedes Stern
Foto: Matthias Hangst via Getty Images

Bei Mercedes stehen rund 166.000 Mitarbeiter aus 142 Nationen in Lohn und Brot. Allein in den Werken in Untertürkheim sind es 18.500 Mitarbeiter, in Sindelfingen rund 21.500 Beschäftigte und bei AMG in Affalterbach arbeiten etwa 2.600 Personen.

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Dieter Zetsche erhält noch mehr als 8 Millionen Euro

Der Spitzenverdiener bei Mercedes steht natürlich einsam an der Spitze. CEO Ola Källenius verdiente mit allen Zulagen 2023 rund 12,3 Millionen Euro. Damit könnte man "beim Daimler" etwas mehr als 870 Auszubildende einstellen oder knapp 262 C-Klassen kaufen. Auch seine Vorstandskollegen hängt der CEO klar ab. Dr. Jörg Burzer (Produktion, Qualität und Supply Chain Management) geht mit 4,58 Millionen Euro nach Hause, Renata Jungo Brüngger (Integrität, Governance & Nachhaltigkeit) verdient 6,75 Millionen Euro, Sabine Kohleisen (Personal & Arbeitsdirektorin) hat 2023 2,36 Millionen Euro verdient. Chief Technology Officer, Entwicklung & Einkauf, Markus Schäfer, wurden 6,4 Millionen Euro, Britta Seeger (Vertrieb) 6,84 Millionen Euro, Hubertus Troska (Greater China) 7,41 Millionen Euro und Harald Wilhelm (Finanzen & Controlling / Mercedes-Benz Mobility) 6,2 Millionen Euro überwiesen. Sogar Dieter Zetsche erhielt im vergangenen Jahr als Ex-CEO ca. sechs Millionen Euro aus dem Performance Phantom Share Plan (PPSP) zuzüglich 1,2 Millionen Euro Rentenzahlungen, 848.500 Euro Altersvorsorge und 30.771 Euro Nebenleistungen.

Doch was gibt es unterhalb der Vorstände bei Mercedes zu verdienen? Der Stuttgarter Autobauer ist in verschiedenen Hierarchie-Ebenen unterteilt. E1 (Führungskräfte unterhalb des Vorstands) über Bereichsleiter (E2), Abteilungsleiter (E3) und Teamleiter (E4). Die Meister in Produktion sind in der Ebene E5 angesiedelt.

Gehälter ausgesuchter Jobs bei Mercedes

Berufsbezeichnung

Jahresgehalt (brutto)

Leiter Forschung und Entwicklung

140.300 €

Leiter Kommunikation

139.000 €

Abteilungsleiter

128.600 €

Leiter Personalentwicklung

109.100 €

Chief Information Security Officer

99.100 €

Softwarearchitekt

87.300 €

Forschungsingenieur

86.500 €

Entwicklungsingenieur

83.400 €

Ingenieur

82.200 €

Produktmanager

81.700 €

Einkäufer

77.300 €

Qualitätsmanager

70.500 €

HR-Manager

69.800 €

Techniker

66.700 €

Schlosser

54.900 €

Sachberabeiter

54.300 €

Automobilkaufmann

53.500 €

Industriemechaniker

51.000 €

Monteur

48.000 €

Kaufmännischer Angestellter

47.900 €

Logistiker

44.500 €

KFZ Mechaniker

41.900 €

KFZ-Mechatroniker

39.800 €

Feinwerkmechanike

35.400 €

Einzelhandelskaufmann

35.400 €

Fließbandarbeiter

34.800 €

Küchenhilfe

29.200 €

Werkstudent

28.600 €

Praktikant

17.900 €

Auszubildende

14.100 €

Daten vom 21.5.2024 via Kununu.com

IT-Leiter verdient 140.000 Euro bei Mercedes

Wie ein Headhunter der Bild-Zeitung berichtet, verdient ein IT-Teamleiter in der Leistungsebene 4 rund 140.000 Euro zzgl. Dienstagen. Ein Manager des erweiterten Vorstands soll auf ein Jahresgehalt von etwa einer Million Euro kommen, wobei er ein Fixgehalt von 300.000 Euro haben soll. Unterhalb der E-Ebenen erhalten die Mitarbeiter den Tariflohn, falls es keine außertariflichen Vereinbarungen gibt. Die Mitarbeiter werden in Entgelt-Gruppen nach Tätigkeit und Berufsjahren eingeordnet. Als weitere Leistungen gibt es Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Rabatte für den Kauf von Mercedes-Modellen sowie eine Erfolgsbeteiligung, die 2023 bis zu 7.300 Euro betrug.

Nach Auswertung des Job-Bewertungsportals Kununu verdienen Ingenieure rund 82.000 Euro, Techniker können durchschnittlich 66.700 Euro erwarten, ein Kfz-Mechaniker bringt jährlich brutto 41.900 Euro nach Hause.

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Fazit

Bei Mercedes verdienen Top-Manager Millionen, während Fachkräfte und Auszubildende nach Tarif bezahlt werden. Die Gehaltsstruktur spiegelt die Hierarchieebenen wider.