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Was zeigt der rot-weiße Sack an Brücken?

Staufragen - Rätsel der Verkehrsgeschichte gelöst
Was bedeutet der rot-weiße Sack an Brücken?

An Brücken hängen manchmal diese rot-weißen Säcke. Sie zeigen die Richtung und Stärke des Winds. Und sie zeigen sogar die genaue Windgeschwindigkeit.

Seitenwind-Assistent bei Hymer ML-T
Foto: Daimler AG - Global Communicatio

Herbstzeit ist Sturmzeit. Und wem plötzlicher Seitenwind schon einmal einen Lkw, Van, SUV oder einzelnen Anhänger ohne Vorwarnung vom benachbarten Fahrstreifen auf den eigenen blies, wäre sicher froh gewesen, der Geblasene hätte den rot-weißen Windsack vor der Brücke oder Schneise lesen können. Oder umgekehrt, wenn man selbst von einer Böe quer über die Fahrstreifen gedrückt wurde. Nicht nur die Windrichtung und die ungefähre Windstärke zeigt der Windsack an, sondern sogar die Windgeschwindigkeit. auto-motor-und-sport.de beantwortet diese wichtige Staufrage.

Unsere Highlights

Der Windsack als Tacho

Tatsächlich ist der Windsack definiert als ein meteorologisches Messgerät. Er zeigt die Windrichtung und die ungefähre Windstärke. Er ist an beiden Enden offen, wobei der Durchmesser spitz zuläuft. So dreht sich der Windsack immer auf die Lee-Seite, also die dem Wind abgewandte. Die farbigen Segmente des Windsacks haben nicht nur die Aufgabe vor Seitenwind zu warnen, sondern sind in Durchmesser und Länge derart gestaltet, dass sie die Windrichtung und die Windgeschwindigkeit anzeigen.

Jedes Segment steht dabei zwischen 3 Knoten oder 5,5 km/h und bis zu 5 Knoten oder 9,25 km/h. Das ist je Land unterschiedlich geregelt und meist werden die nationalen Bestimmungen der Flugsicherheit zugrunde gelegt. Bei 3 roten und 2 weißen Segmenten ergibt sich so eine angezeigte Höchstgeschwindigkeit zwischen 28 und 46 km/h, also bis zur Windstärke 6 der Beaufort-Skala. Das gilt als starker Wind, ist also nicht zu unterschätzen und entspricht einem Winddruck von bis zu 23 Kilogramm pro Quadratmeter.

Wo steht der Windsack?

Im Straßenverkehr steht der Windsack vor allem dort, wo unerwartet Seitenwind aufkommen kann. Also an Brücken oder Waldschneisen warnt der Windsack. Er markiert aber auch nahe der Straße liegende Landebahnen von kleinen Flughäfen und dient den Piloten als Indikator. Grundsätzlich steht der Windsack immer dort, wo Windverhältnisse einen unmittelbaren Einfluss auf die Verkehrssicherheit haben können.

Verkehrsschild Seitenwind
Jacek Bilski, Martin Stollberg (3)

Sack und Schild

Kombiniert kann der Windsack mit dem Gefahrenzeichen Nr. 117 "Seitenwind" sein. Sack und Schild sind grundsätzlich einzeln gültig. Das Zeichen allein lässt allerdings keinen Schluss zu über Windrichtung und Geschwindigkeit, sondern warnt einzig vor möglichem Seitenwind.

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Fazit

Der Windsack an Brücken oder Schneisen zeigt nicht nur die Windrichtung an, sondern durch die Anzahl der vom Wind geblähten Segmente die ungefähre Geschwindigkeit. Voll aufgebläht liegen bis zu 46 km/h Windgeschwindigkeit an.